Kurzschlusshandlungen sind am häufigsten

In der Schweiz sterben jährlich über tausend Menschen an Suizid, dreimal mehr als im Strassenverkehr. Der Welt-Präventionstag der WHO vom 10. September macht darauf aufmerksam, dass die meisten Suizide Kurzschlusshandlungen in akuten Krisen sind und keineswegs von langer Hand geplante «Freitode».

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Nichtbehandelte Depressionen sind einer der Hauptgründe für Suizidversuche. Darum ist die frühzeitige Behandlung zentral. In der Region unterstützt das Ostschweizer Forum für Psychische Gesundheit das Anliegen. Der Kanton St. Gallen, beide Appenzell und das Fürstentum Liechtenstein arbeiten im Forum zusammen und bieten Betroffenen, Angehörigen sowie Fachstellen Informationen und Kontakte an.

Zum Welt-Präventionstag am Samstag findet – im Rahmen der St. Galler Museumsnacht – ein Anlass in der Hauptpost St. Gallen statt. «Spiel mit Worten und Klängen zwischen Hoch und Tief, Reden und Schweigen, Trauer und Freude», heisst die Lesung von Pia Waibel mit Musik von Goran Kovacevic. Ausserdem sind Filmsequenzen zu sehen, in denen Menschen über erfolgreich überwundene Krisen sprechen. Beginn ist um 20, 22 und 23 Uhr. (rm)