Kupferdiebe gefasst

Vor rund drei Wochen haben zwei Männer in einer Verpackungsfirma in Ermatingen sieben bis acht Tonnen Kupfer gestohlen: Nun wurden sie gefasst.

Perrine Woodtli
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ERMATINGEN. Am ersten Januarwochenende haben zwei Männer in der Blechverpackung Louis Sauter AG an der unteren Seestrasse in Ermatingen sieben bis acht Tonnen Kupfer gestohlen. Der Diebstahl geschah zwischen Samstagmittag um 12 Uhr und Montagmorgen um 8 Uhr. Gemäss der Kantonspolizei Thurgau brachen die Diebe das Rolltor beim Lager auf und entwendeten daraus das begehrte Kupfer.

Die Suche endet im Thurgau

Nach einem Zeugenaufruf der Kantonspolizei meldete sich am darauffolgenden Tag ein Passant. «Dem Zeugen war damals ein auffälliges Fahrzeug zum Tatzeitpunkt in Ermatingen aufgefallen», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Dieser Hinweis führte die Kantonspolizei Thurgau auf die richtige Spur. Die Ermittlungen führten zu einem 36jährigen Türken und einem 23jährigen Schweizer, die beide aus dem Kanton Thurgau stammen. Die beiden entwendeten mit einem Lieferwagen das Kupfer. «Die Männer mussten dies in mehreren Fahrten transportieren aufgrund des Gewichts», so Graf. Der Diebstahl spielte sich aber zur gleichen Tatzeit ab und verlief nicht in Etappen. Die Kantonspolizei Thurgau konnte neben der Verhaftung der Männer zudem das gesamte Deliktsgut sicherstellen. «Rund eine Tonne des Materials lagerte der 36-Jährige zu Hause. Der Rest wurde an diversen anderen Orten gelagert», sagt Graf. Die Beschuldigten sind geständig, sie waren mehrere Tage in Untersuchungshaft. Die Strafuntersuchung wird nun von der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen geführt.

40 000 Franken für Reste

Die beiden Männer wollten laut Graf die Ware weiterverkaufen. Dies sei laut Cäsar Müller, Geschäftsinhaber von der Müller Recycling AG in Frauenfeld, ein gutes und auch beliebtes Geschäft. «Eine Tonne Kupfer ist rund 5000 Franken wert», sagt Müller. Somit hätten die Diebe rund 40 000 Franken ergattern können. «Solche Diebstähle sind beinahe an der Tagesordnung», sagt Müller und ergänzt: «Viele gehen mit der Ware ins Ausland, um sie dort zu verkaufen. Es kommen aber auch einige zu Recyclingfirmen.» Oft handle es sich bei dem Material um «Schnitzelreste». «Die kann man aber einschmelzen, der Marktwert bleibt deswegen gleich», sagt Müller.