Küche

Ab 6.45 Uhr heisst es im Haus 25A «Band läuft». Das Band, das ist so etwas wie der Zentralnerv der Spitalküche: Über dieses Band verlassen sämtliche Speisen die Küche. Jetzt also ist es das Frühstück. Aber das Frühstück, das gibt es eigentlich gar nicht.

Drucken
Teilen

Ab 6.45 Uhr heisst es im Haus 25A «Band läuft». Das Band, das ist so etwas wie der Zentralnerv der Spitalküche: Über dieses Band verlassen sämtliche Speisen die Küche. Jetzt also ist es das Frühstück. Aber das Frühstück, das gibt es eigentlich gar nicht. Es gibt das Standardfrühstück mit Brötchen, Butter, Konfitüre, Kaffee, Milch. Aber bis morgens um sechs können die Patienten Sonderwünsche anbringen; dazu kommen die vom Arzt verordneten Spezialwünsche: Frühstück für Diabetiker oder pürierte Nahrung, wie Manuela Turani ausführt.

Die Tablette füllen sich

Die junge Frau ist Diätköchin und macht an diesem Morgen die Schlusskontrolle am Band. Der Ablauf ist so: Zuhinterst kommt das leere Tablett mit der Patientenkarte aufs Band. Von verschiedenen Posten entlang des Bandes wird es im Vorbeifahren bestückt: Von der einen Seite kommen die Kaffeekännchen, von der anderen Brot und Gipfeli, später Müesli usw. Bis das Tablett zu Manuela Turani kommt, ist ein appetitliches Frühstück beisammen. Sie überfliegt mit routiniertem Blick die Patientenkarte, legt da ein Stück Käse nach oder tauscht einen Apfel gegen eine Banane. Dann verlassen die Tablette stationenweise in kleinen Wagen die Küche.

Essen für 700 Patienten

Schon während des Frühstücksservices laufen die Arbeiten für den Tag auf Hochtouren. Rund um das Förderband sind die Küchenbereiche angeordnet: Diätküche, Hauptküche, Gemüserüsterei, A-la-carte-Küche, Patisserie. 85 Personen arbeiten in der Spitalküche, es werden täglich Mahlzeiten für rund 700 Patientinnen und Patienten zubereitet. Täglich frisch, die Spitalküche ist Culinarium-zertifiziert: Das ist Fliessbandware der Spitzenklasse.

Beda Hanimann