Krippen: Aller Anfang ist schwer

Viele Kindertagesstätten in der Ostschweiz sind aus Not entstanden: Da es in ihrer Nähe keine Angebote für Vorschulkinder gab, gründeten Eltern selber eine Kita – doch so eine Gründung ist mit viel Aufwand verbunden.

Kaspar Enz
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Die Gründung einer Kindertagesstätte ist mit viel administrativem Aufwand verbunden. (Bild: Luca Linder)

Die Gründung einer Kindertagesstätte ist mit viel administrativem Aufwand verbunden. (Bild: Luca Linder)

Businesspläne, pädagogische Konzepte, Notfallpläne und andere bürokratische Hürden hat vor sich, wer eine Kindertagesstätte gründen will. Auch deshalb sei das Betreuungsangebot für Kinder im Vorschulalter in der Ostschweiz noch nicht gut ausgebaut. Nadine Hoch, Geschäftsführerin des Kita-Netzwerks Ost, rät Gründern deshalb, mit bestehenden Trägerschaften zusammenzuarbeiten. So könne man von deren Erfahrung profitieren. Ausserdem fordert sie die Gemeinden auf, vermehrt selber Krippenangebote bereitzustellen.

In den Ostschweizer Kantonen gibt es 3550 Plätze in Kindertagesstätten. Das Angebot ist in städtischen Gebieten am besten ausgebaut. Mit 672 Plätzen führt die Stadt St. Gallen die Rangliste an, gefolgt von Frauenfeld mit 307 und Kreuzlingen mit 194 Plätzen. Am tiefsten ist die Versorgung im Toggenburg, im Sarganserland und in Innerrhoden.

Mehr zum Thema in der Ostschweiz am Sonntag vom 27. Dezember.

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