KRIMINALTOURISMUS: Haken und präparierte Karten

Grenzwächter konnten im Fahrzeug von zwei Serben mutmassliches Einbruchswerkzeug sicherstellen.

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Die sichergestellten Tatwerkzeuge. (Bild: Grenzwachtkorps)

Die sichergestellten Tatwerkzeuge. (Bild: Grenzwachtkorps)

Bei einer Kontrolle am Grenzübergang Diepoldsau-Schmitter wurden am Donnerstag vergangener Woche zwei Serben angehalten. Die beiden Männer im ­Alter von 38 und 46 Jahren wollten in die Schweiz einreisen. Bei der Überprüfung des Fahrzeugs konnten die Grenzwächter mutmassliches Einbruchswerkzeug sicherstellen.

Zudem wurde bei der Grenzkontrolle festgestellt, dass die beiden Männer unter verschiedenen Aliasnamen wegen diverser Vermögensdelikte und Einbruchdiebstählen in der Schweiz zur Fahndung ausgeschrieben waren.

Dass es sich dabei keineswegs um einen Einzelfall handelt, zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Grenzwächter im Kanton St. Gallen, Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein stellten im März 2018 in sieben Fällen mutmassliches Tatwerkzeug sowie in zwei Fällen Diebesgut sicher. In einem Fall wurde ein Zughaken für Opferstockdiebstähle, in einem anderen Fall in einer Kreditkarte versteckte Dietriche zum Öffnen von Schlössern entdeckt. Insgesamt wurden 15 Personen mit Verdacht auf kriminelle Aktivitäten angehalten. 2017 verzeichnete die Eidgenössische Zollverwaltung 436 Fälle von Verdacht auf Diebesgut und stellte in 345 Fällen mutmassliches Tatwerkzeug sicher. Diese Erfolge seien auf technische Hilfsmittel, aber auch auf die «gute Nase» der Grenzwächter zurückzuführen, schreibt das Grenzwachtkorps. Dies trage zu schweizweit abnehmenden Zahlen von Vermögensdelikten bei. (wec)