Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zweite Abstimmung über mehr Hortplätze in Kreuzlingen

In der Beantwortung einer Anfrage aus dem Gemeinderat kündigen Stadt und Schule an, dass das Projekt Schule mit Tagesstrukturen erweitert werden soll. Das Volk soll im Februar 2019 entscheiden können.
Urs Brüschweiler
Im Kinderhort Brunegg wird Musik gemacht. (Bild: Reto Martin)

Im Kinderhort Brunegg wird Musik gemacht. (Bild: Reto Martin)

Im Januar hatte CVP-Gemeinderätin Ramona Zülle eine schriftliche Anfrage eingereicht betreffend des Projektes Schule mit Tagesstrukturen (unsere Zeitung berichtete). 2016 war dieses vom Volk genehmigt worden. Das Angebot hatte grossen Erfolg und war bereits im ersten Betriebsjahr durch eine verbesserte Ausnutzung erweitert worden. In der Antwort des Stadtrates heisst es, dass die Umsetzung des Konzepts gelungen sei. Die Betriebskommission habe der Primarschulbehörde und dem Stadtrat im Winterhalbjahr die voraussichtliche Entwicklung der Bedarfszahlen vorgelegt.
Die Kommission erhielt daraufhin den Auftrag, die nötigen Informationen für eine Volksbotschaft zusammenzutragen mit dem Ziel einer Erweiterung des Platzangebotes. Parallel sollte auch geprüft werden, ob bereits für das kommende Schuljahr zusätzliche Hortplätze geschaffen werden könnten. Juristische Abklärungen hätten jedoch ergeben, dass der Stadtrat und die Primarschulbehörde keine zusätzlichen finanziellen Mittel an dieses Projekt sprechen dürfen, weil die Stimmberechtigten erst 2016 über einen festen Betriebsbeitrag entschieden hätten.
«Es steht nicht in der schulischen und städtischen Kompetenz, finanzielle Sofortmassnahmen zu ergreifen», heisst es in der Beantwortung der schriftlichen Anfrage.

Keine Garantie, dass alle einen Platz erhalten

Entsprechend könnte nicht sichergestellt werden, dass ab Sommer 2018 genügend Hortplätze zur Verfügung stehen. Aktuell stünden 231 Plätze an vier Standorten bereit. Benötigt würden jedoch 315 Plätze. Man könne den Eltern beim Kindergarteneintritt keinen Hortplatz garantieren, setze jedoch alles daran, dass für alle Kinder eine Lösung gefunden werde. Der Stadtrat wisse auch, wie schwer es für Eltern sei, wenn das Kind keinen Hortplatz erhält. Man unterstütze aber auch den Tagesfamilienverein als Alternative.

Botschaft im November im Gemeinderat

Als konkrete Massnahme gegen das zu kleine Angebot, wollen Stadt und Schule eine zweite Volksabstimmung aufgleisen, zur Finanzierung einer Erweiterung. Diese soll im Februar 2019 stattfinden und bereits im November 2018 werde voraussichtlich der Gemeinderat über die Botschaft beraten. Die von Gemeinderätin Ramona Zülle angetönte Möglichkeit, weitere Plätze über eine Erhöhung der Elternbeiträge zu finanzieren, lehnt der Stadtrat ab.
Einerseits würde diese Rechnung nicht aufgehen, andererseits widerspräche dies auch dem Konzeptziel einer guten sozialen Durchmischung der Kinder, das durch niedrige Kosten beeinflusst werde. Abschliessend betonen sowohl der Stadtrat als auch die Primarschulbehörde, dass ihnen die Situation mit der grossen Nachfrage und dem fehlenden Platzangebot bewusst sei. Man bedauere die nicht einfache Lage für die Eltern. Mit den nun vorliegenden Zahlen und Erfahrungen nach zwei Betriebsjahren habe man aber jetzt die Grundlage für eine weitere Volksabstimmung.

CVP-Gemeinderätin ist noch nicht zufrieden

Anlässlich der letzten Gemeinderatssitzung hatte Ramona Zülle auf die Beantwortung ihrer Anfrage durch den Stadtrat reagiert. Man habe die Nachfrage damals unterschätzt, schreibt sie. Der Start mit dem Projekt Schule mit Tagesstrukturen sei zwar gelungen, aber es gelte nun, das Bedürfnis für die Zukunft genau abzuklären.
Die betroffenen Eltern bräuchten frühzeitig Klarheit, ob sie einen Platz erhalten. «Diese Unsicherheit ist noch nicht gebannt, eine Gewähr gibt es nach wie vor nicht und es besteht auch kein gesetzlicher Anspruch.» In der angekündigten Volksbotschaft erwartet die CVP-Politikerin deshalb eine Antwort, ob mit der geplanten Platzerhöhung die Marke von 25 Prozent der Schüler abgedeckt werden können.
Ausserdem will sie Klarheit über die Kriterien der Platzvergabe. Als weiteren Punkt fordert Zülle eine Prüfung der Erhöhung der obersten Tarifstruktur bei gut verdienenden Eltern, sodass mit dem Mehrertrag weitere Plätze geschaffen werden können.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.