Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Nach Rücktrittsforderung von eigener Behörde: Kreuzlinger Schulpräsident will den Hut nehmen

Der Kreuzlinger Schulpräsident René Zweifel bestätigt, dass es zwischen ihm und den Schulbehörden Differenzen gibt. Da diese unüberbrückbar seien, habe er seinen Rücktritt angeboten. In den Verhandlungen habe man jedoch noch keine für ihn passende Lösung gefunden.
Nicole D'Orazio
René Zweifel hat angeboten als Schulpräsident von Kreuzlingen zurückzutreten. (Bild: Reto Martin)

René Zweifel hat angeboten als Schulpräsident von Kreuzlingen zurückzutreten. (Bild: Reto Martin)

In der Kreuzlinger Schulbehörde ist Feuer im Dach. Schulpräsident René Zweifel bestätigt, dass es zwischen ihm und der Primar- und Sekundarschulbehörde Differenzen über die Organisation und Führung der Schulverwaltung gibt. «Diese erweisen sich als unüberbrückbar und damit ist aus meiner Sicht eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr denkbar», teilt Zweifel in einer Stellungnahme mit. «Ich habe daher beiden Schulbehörden zum Wohle der Schulen in Kreuzlingen anerboten zurückzutreten.»

Die konkreten Verhandlungen würden seit knapp zwei Wochen laufen, schreibt Zweifel. Er sei verhandlungsbereit, doch eine Lösung sei noch nicht gefunden. «Ich erwarte hier nach über 25 Jahren in verschiedenen Funktionen für die Schule Kreuzlingen eine für mich und meine Familie sozialverträgliche Lösung, wie dies die Schulbehörden selbst in Aussicht gestellt haben.» Sein Ziel ist es, dass die von Seiten der Schulbehörden abgebrochenen Verhandlungen wieder aufgenommen würden und eine Lösung zeitnah gefunden werde. «Hierfür werde ich mich einsetzen.»

Vollständig von der Krebserkrankung erholt

Zweifel teilt zudem mit, dass er sich von seiner Krebserkrankung vollständig erholt habe. Diese wurde letzten August diagnostiziert und er begab sich in Behandlung. Die Vizepräsidenten Markus Blättler (Primarschule) und Michael Thurau (Sek) übernahmen seine Aufgaben interimistisch. Im März kehrte Zweifel mit einem 50-Prozent-Pensum in sein Amt zurück. Später wurde er allerdings erneut krank geschrieben. Weswegen wurde allerdings nie kommuniziert. Gerüchte sprachen von einer psychischen Erkrankung.

Am letzten Samstag haben die Primar- und die Sekundarschulbehörde Kreuzlingen die Mitarbeiter per E-Mail darüber informiert, dass sie seit Mai von René Zweifel den Rücktritt fordern. Dieses Schreiben liegt unserer Zeitung vor. «Die beiden Behörden sind übereinstimmend zum Schluss gekommen, dass das Vertrauen in René Zweifel als Schulpräsident schon seit längerer Zeit nicht mehr gegeben sei und man ist gemeinsam zur Überzeugung gelangt, dass es an der Spitze der Primar- und Sekundarschule Kreuzlingen zwingend einen personellen Neuanfang braucht», heisst es.

Das Vertrauen bröckelt schon länger

Die beiden Schulbehörden hätten im Rahmen ihrer Aufsichtspflicht, ihrer eigenen Feststellungen und Erfahrungen und aufgrund verschiedener Rückmeldungen während der letzten zwei Jahre feststellen müssen, dass der aktuell gewählte Schulpräsident die Anforderungen, die das Amt des Schulpräsidenten mit sich bringen, in verschiedener Hinsicht nicht erfüllt. Um was es sich dabei genau handelt, will Michael Thurau, Vizepräsident der Sekundarschulgemeinde Kreuzlingen, auf Anfrage nicht präzisieren. Das Vertrauensverhältnis sei allerdings schon länger gestört, das heisst schon vor der Krebserkrankung des Präsidenten.

Seitens beider Behörden habe man René Zweifel deshalb bereits in der Zeit seiner erneuten Krankschreibung ein Angebot zur frühzeitigen Beendigung seiner Amtstätigkeit unterbreitet, welches er entgegen erster Verlautbarungen nun doch nicht annehmen will. «Der Vizepräsident der Primarschule, Markus Blättler, und ich wollen natürlich wissen, wie es weitergehen soll», sagt Thurau. Seit zehn Monaten würden sie die Schule interimistisch leiten, was neben ihren beruflichen Tätigkeiten eine grosse Belastung sei. «Wir hoffen, dass für beide Seiten eine gute Lösung gefunden wird. Denn es geht um die Schule», sagt Thurau.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.