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Zwei Verletzungen wiesen dem Bürgler Karatekämpfer den Weg

Yanik Gereon ist mit Karate gross geworden. Im Laufe der Jahre sind die Bereiche Fitness, Ernährung und Mentaltraining dazugekommen. In seinem Sportstudio in Bürglen gibt er sein Wissen nun in Kursen weiter.
Hannelore Bruderer
Yanik Gereon in seinem Sportstudio in Bürglen. An der Wand die vielen Pokale und Medaillen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Yanik Gereon in seinem Sportstudio in Bürglen. An der Wand die vielen Pokale und Medaillen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Über die ganze Breite des Raums zieht sich eine Metallschiene, auf der Dutzende von Pokalen stehen, seitlich davon hängen noch mehr Medaillen. «Doch, doch», versichert Yanik Gereon, «das sind alles meine.» Gewonnen hat er seine Trophäen an nationalen und internationalen Karateturnieren. Seit einigen Monaten betreibt der 30-Jährige im Sun Areal nun das Sportstudio X-Athlete.

Das «Karate-Gen» bekam Yanik Gereon von beiden Elternteilen mit, beide waren in dieser Sportart über Jahre an der Spitze dabei. «In Burgdorf, wo ich aufgewachsen bin, haben meine Eltern eine Karateschule und eines der ersten Fitnessstudios der Schweiz aufgebaut», sagt Gereon. «In diesem Umfeld war Karate einfach immer da. Viel lieber habe ich als Kind aber Fussball gespielt.»

Nach einer Verletzung, musste er sich entscheiden, ob er auf Fussball oder Karate setzen soll. «Ich habe gespürt, dass Karate mir Kraft gibt, dass ich mich darin verlieren kann. Fussball gab mir dieses Gefühl nicht.» Nach nur zwei Monaten intensiven Trainings in der elterlichen Karateschule nahm Yanik Gereon an den Junioren Schweizermeisterschaften teil und gewann auf Anhieb seinen ersten Titel.

Karate als Spitzensport aber nicht als Profisport

In den folgenden Jahren setzte er zu immer weiteren Höhenflügen an, war Mitglied der Schweizer Karate-Nationalmannschaft und gehörte in seinem Karateverband zu den Besten der Welt. «Das Ansehen, das ich damals genoss, war etwas Schönes. Ich war Spitzen-, aber kein Profisportler. Im Karate ist es praktisch unmöglich, vom Sport zu leben. Ich bekam aber die Möglichkeit, eine kaufmännische Lehre im Rahmen einer Sportschule zu besuchen», sagt er. Die Lehre dauerte zwar ein Jahr länger, liess ihm aber genügend Zeit, um täglich zwei- bis dreimal zu trainieren und an den Wochenenden an Turniere zu fahren.

«Ich habe nur für den Sport gelebt», sagt er rückblickend. Als ihm seine damalige Freundin zeigte, dass es da draussen auch noch ein anderes Leben gab, reifte in ihm der Wunsch, Neues zu versuchen.
Eine Verletzung erleichterte ihm dann den Entscheid: mit zwanzig hängte er seine Sportkarriere an den Nagel und begann, in der Finanzmarktaufsicht zu arbeiten. Es dauerte lange, bis es ihn wieder ins Dojo, die Karate-Übungshalle, zog. «Ich startete wieder mit Turnieren und holte im gleichen Jahr erneut den Schweizermeistertitel», sagt er und schränkt gleich ein: «Das war aber nur möglich, weil die Konkurrenz zu jener Zeit schwach war, beim heutigen Niveau wäre so etwas nicht möglich.»

Mit seiner Rückkehr zum Sport kam der Wunsch, sich in den Bereichen Fitness, Ernährung und Mentaltraining weiterzuentwickeln und sein Wissen weiterzugeben. Er gründete den Verein Goju Ryo Seikatsu und bietet nun Trainings für Anfänger und Fortgeschrittene, für Kinder und Erwachsene unter der Marke X-Athlete an.

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