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Zwei mit gutem Rucksack möchten in die Sekundarschulbehörde Kreuzlingen

Eva Dal Dosso und Brigitta Engeli bewerben sich um den freien Sitz in der Sekundarschulbehörde. Am Donnerstag trafen die CVP-Frau und die Grüne beim Podiumsgespräch aufeinander.
Urs Brüschweiler
Eva Dal Dosso, Moderator Patrick Eich und Brigitta Engeli nach dem Wahlpodium. (Bild: Urs Brüschweiler)

Eva Dal Dosso, Moderator Patrick Eich und Brigitta Engeli nach dem Wahlpodium. (Bild: Urs Brüschweiler)

Am Tag ihres Amtsantritts hatte die neue Schulpräsidentin Seraina Perini gleich auch ihren ersten öffentlichen Auftritt. Sie begrüsste das Publikum des Wahlpodiums im Singsaal des Pestalozzischulhauses. «Ich weiss, es gibt angenehmere Momente als diese», sagte sie zu den beiden Kandidatinnen für die Ersatzwahl in die Sekundarschulbehörde. «Sich einer Wahl zu stellen braucht Mut», das kenne sie noch gut aus eigener Erfahrung.

Das Haus in Kreuzlingen war ein langer Wunsch

Doch dann war die Reihe an Eva Dal Dosso und Brigitta Engeli, sich in bestem Lichte zu präsentieren und die Fragen von Moderator Patrick Eich zu beantworten. Von Eva Dal Dosso wollte er wissen, warum sie denn in Kreuzlingen kandidiere, sie wohne ja noch in Weinfelden. Es sei ein langer Wunsch von ihr und ihrem Mann gewesen, nach Kreuzlingen zu ziehen. Nun hätten sie ein Haus gefunden und werden per 1. Juli zügeln. In Weinfelden wirkt sie bereits seit neun Jahren in der Primarschulbehörde mit. «Das Amt füllt mich aus.» Da in Kreuzlingen gleich ein Platz in der Sekundarschulbehörde frei wird, packte sie die Gelegenheit beim Schopf. «Aber es war eigentlich Zufall und nicht so geplant.»

Brigitta Engeli ist Psychologin und arbeitet beim Kinder- und Jugendtherapeutischen Dienst. Sie hat dort Einblick in Familien in Nöten und weiss, wie wichtig Prävention ist. Sie beschäftige sich nur schon von Berufswegen mit der Schule als «richtungsgebende Basis der Gesellschaft». Darum hat auch sie Interesse, sich langfristig in der Sekundarschulbehörde zu engagieren.

Bei der Ersatzwahl am 19. Mai geht es um die Nachfolge von Toni Waltisberg, welcher heute für Bau und IT zuständig ist. Themen, die beiden Kandidatinnen nicht direkt auf den Laib geschnitten sind. Beide betonten jedoch, dass sie auch keine Berührungsängste damit haben und sich gerne einarbeiten würden. Patrick Eich fragte, ob der Untersuchungsbericht zum Rücktritt des ehemaligen Schulpräsidenten komplett offengelegt werden sollte. Brigitta Engeli hofft stark darauf. «Ansonsten braucht es den Bericht ja nicht.» Eva Dal Dosso betonte, dass der Persönlichkeitsschutz gewährleistet sein, und was in einer Behörde gesprochen werde, intern bleiben müsse. Sie bezog sich dabei allerdings eher auf das Öffentlichkeitsgesetz, über welches am 19. Mai abgestimmt wird.

Kritik am steigenden Leistungsdruck

CVP-Frau Eva Dal Dosso ist der Ansicht, Bildungspolitik sei keine Parteipolitik. Entschieden werde immer über die Sache. Die Grüne Brigitta Engeli betonte, dass es wichtig sei, eine ausgewogene Meinungsvielfalt in einer Behörde zu haben. Beide Frauen sind dreifache Mütter. Und auch sonst unterschieden sie sich nicht grundlegend in ihren Haltungen. Eva Dal Dosso legt grossen Wert auf die Mitwirkung der Eltern. Diese will sie vermehrt «ins Boot holen». Den Leistungsdruck auf die Kinder sieht Brigitta Engeli kritisch. Sie sollen auch noch Freizeit haben und «mehr Zeit Outdoor und weniger Indoor mit Medien» verbringen.

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