Zwei Messen abgesagt - Gourmetmesse verschoben: in Weinfelden fallen erste Veranstaltungen auch im neuen Jahr der Pandemie zum Opfer

Die Messen Weinfelden verzichten auf die Durchführung der Frühlingsmessen wegen der Coronapandemie. Auch die Wega steht noch auf wackligen Beinen. Ein Entscheid über deren Durchführung würde im Sommer fallen.

Sabrina Bächi
Drucken
Teilen
Die Gourmetmesse Schlaraffia soll Ende Mai statt im März stattfinden.

Die Gourmetmesse Schlaraffia soll Ende Mai statt im März stattfinden.

Bild: Reto Martin (7. März, 2019)

Vergangenen Frühling traf es die Weinfelder Messen Inhaus und die50plus hart. Nur wenige Stunden vor Beginn verhängte der Bundesrat ein Veranstaltungsverbot wegen Covid-19. «Diese Erfahrung steckt uns allen, auch den Ausstellern, noch in den Knochen», sagt Gregor Wegmüller, Geschäftsführer der Messen Weinfelden.

Man habe deshalb eine spezielle Umfrage unter den Ausstellern aller drei Frühlingsmessen gemacht, um zu erfahren, ob sie die Durchführung der Messen befürworten oder nicht. «Wir wollten nicht im stillen Kämmerlein entscheiden, sondern auch wissen, wenn eine Messe stattfindet, ob die Aussteller überhaupt kommen würden», sagt Wegmüller. Das Resultat: Die Inhaus und die50plus finden erst 2022 wieder statt.

Schlaraffia als wichtiger Absatzmarkt

«Bei der Schlaraffia zeigte sich das Bild anders», sagt Wegmüller. Die Produzenten von Lebensmitteln seien sehr auf die Messe als Absatzmarkt angewiesen, um ihr Zielpublikum zu erreichen, sagt er. Daher habe man sich entschlossen, die Gourmetmesse zu verschieben. Vorerst auf Ende Mai, sagt Wegmüller.

Gregor Wegmüller, Geschäftsführer Messen Weinfelden.

Gregor Wegmüller, Geschäftsführer Messen Weinfelden.

Bild: Andrea Stalder
«Wir haben derzeit einfach keine Planungssicherheit, deshalb werden wir im Februar entscheiden, ob auch die Schlaraffia abgesagt werden müsste.»

Es werden auch alternative Durchführungsformen geprüft, heisst es von Seiten der Veranstalter. Obwohl man mit einer Durchführung rechne, sei «überhaupt nichts in trockenen Tüchern», betont Wegmüller.

Durchführung der Wega ist ebenso unsicher

Ebenso steht es um die Wega, der Weinfelder Herbstmesse und grössten Messe im Kanton. «Im neuen Jahr beginnen wir mit der Planung. Wir hoffen natürlich, dass bis Herbst eine Durchführung möglich ist», sagt Wegmüller. Aber auch das sei derzeit Kaffeesatzlesen. Feiern würde man dann die 69. Durchführung, «obwohl die Wega schon 70 Jahre alt ist», sagt Wegmüller, denn 2020 gab es bekanntlich keine Wega.

Spätestens im Sommer würde man darüber befinden, ob die Herbstmesse zustande komme, oder nicht. Die frühzeitige Absage der Wega 2020 sei der richtige Entscheid gewesen.
Sabrina Bächi