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Zwei Ekkharthof-Wohngruppen zügeln nach Kreuzlingen

Die Lengwiler Institution quartiert 16 Bewohner temporär im ehemaligen Hotel Bahnhof Post ein. Grund sind die Bauarbeiten am Haupthaus in Lengwil.
Martina Eggenberger Lenz
Thomas Niebling, Leiter Erwachsenenwohnheim, Nuran Celik, Bereichsleiterin Alter & Pflege und Peter Wayandt, Leiter Satellitenatelier vor der neuen temporären Aussenstelle des Ekkharthofs. (Bild: PD)

Thomas Niebling, Leiter Erwachsenenwohnheim, Nuran Celik, Bereichsleiterin Alter & Pflege und Peter Wayandt, Leiter Satellitenatelier vor der neuen temporären Aussenstelle des Ekkharthofs. (Bild: PD)

Begegnungen zwischen Besuchern und Bewohnern am Ekkharthof sollen vermehrt an der Tagesordnung sein, denn alle Angebote und unterstützenden Massnahmen des Ekkharthofs zielen darauf hin, Menschen mit Unterstützungsbedarf die Teilhabe in der Gesellschaft zu ermöglichen. Das erklärte Ziel der Institution wird mit dem Bauprojekt «Schule & Infrastruktur» ein Stück weit realisiert, indem Gelände und Architektur eine «Öffnung zur Gesellschaft hin» erfahren.

Baubeginn für die Begegnungszone und den Empfang mit Cafeteria und Bio-Laden ist im März. Für die neue Empfangshalle wird das Erdgeschoss des Haupthauses, in welchem auch mehrere Wohngruppen untergebracht sind, umgebaut. Dabei wird es zu massiven Lärmimmissionen kommen. Um die Bewohner davor zu schützen, werden betroffene Wohngruppen umplatziert.

Das Stübli verwandelt sich ins Atelier

Für zwei der Gruppen verlagert sich der Lebensmittelpunkt ab Ende Januar für ein Jahr in das ehemalige Hotel Restaurant Bahnhof Post nach Kreuzlingen. «Die Bewohner freuen sich schon sehr auf ihr neues Zuhause», stellt die Wohngruppenleiterin, Nuran Celik, fest. Förderatelier statt Restaurant-Stübli Jede Bewohnerin und jeder Bewohner wird ein ehemaliges Hotelzimmer beziehen können.

Da für einige der älteren betreuten Menschen die täglichen Shuttlefahrten zu ihrem Arbeitsplatz am Ekkharthof in Lengwil zu anstrengend sind, wird für sie im ehemaligen Bahnhof-Stübli ein Förderatelier eingerichtet. Das Restaurant wird den Wohngruppen als Wohn- und Esszimmer dienen.

«Eine Unterkunft zu finden, die rollstuhlgängig ist, allen Sicherheitskriterien genügt und noch dazu genügend Platz bietet, war schwierig. Umso glücklicher sind wir nun über diese Lösung»,

betont der Leiter des Erwachsenenwohnheims, Thomas Niebling. Es hätte für beide Parteien, den Ekkharthof und die Besitzerin der Liegenschaft an der Nationalstrasse 2, keine bessere Lösung geben können. «Wir unterstützen unsere Bewohnerinnen und Bewohner, dass sie Beachtung, das richtige Gehör und den ihnen zustehenden Platz in der Gesellschaft bekommen», sagt der Vorsitzende der Institutionsleitung, Jürg Bregenzer. «Deshalb ist es für uns eine grosse Chance, dass zwei Wohngruppen während eines Jahres mitten im Geschehen der Stadt leben und arbeiten dürfen.» Im März findet vor Ort ein Tag der offenen Türe statt. (red)

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