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Zwei Chöre entführen das Publikum in Weinfelden in die wilden 1920er-Jahre

«Ich küsse ihre Hand, Madame». Unter diesem Titel stand das fast ausverkaufte Konzert am Sonntag im Rathaus Weinfelden. Die deutschen Lieder kamen beim Publikum sehr gut an, für Dirigentin Katharina Kühne gab es einen grossen grünen Kaktus.
Die Männer des Liederkranz am Ottenberg singen alle im Frack. Geleitet werden sie von Katharina Kühne. (Bild: PD/Marco Rogozia)

Die Männer des Liederkranz am Ottenberg singen alle im Frack. Geleitet werden sie von Katharina Kühne. (Bild: PD/Marco Rogozia)

(red) Katharina Kühne leitet den Männerchor «Liederkranz am Ottenberg» seit fast zehn Jahren und den Frauenchor Eglisau seit sieben Jahren. Sie wagte sich mit den beiden Chören an die vermeintlich leichten Lieder der Zwanziger Jahre.

Die eleganten Damen und Herren in ihren Fräcken liefen zu einem Charleston ein eröffneten den musikalischen Reigen mit «Für eine Nacht voller Seligkeit». Die Frauen forderten «Sing mit mir» auf und behaupteten «Die Männer sind alle Verbrecher». Die Männer antworteten charmant «Ich küsse ihre Hand, Madame». Kühne, die auch professionell Cello spielt, Pianist Ruedi Burkhalter und Violinistin Anne Battegay ergänzten den Chorgesang mit drei Stücken aus den Jahren um die Jahrhundertwende.

Cüpli und Gespräche zur Pause

In der Pause gab es Cüpli, andere Getränke und angeregte Gespräche im Foyer. Im zweiten Teil zeigte die Dirigentin ihr Talent dann auch als Alt-Solistin und trug mit dem Männerchor, nun unter Leitung von Hanspeter Götz, Franz Schuberts Ständchen vor. Nach den Liebesliedern zeigten die Männer, dass auch Männerfreundschaften wichtig sind und sangen «Ein Freund, ein guter Freund, dass ist das Schönste, was es gibt auf der Welt».

Der Frauen- und der Männerchor singen gemeinsam. (Bild: PD/Marco Rogozia)

Der Frauen- und der Männerchor singen gemeinsam. (Bild: PD/Marco Rogozia)

Dann kamen die Frauen wieder hinzu und die Zuhörer erfuhren, dass "Mein kleiner grüner Kaktus" Herrn Krause vom Nachbarshause auf’s Gesicht gefallen war - nach einer Bearbeitung von Pianist Ruedi Burkhalter, der die Chöre gekonnt begleitete. Seine Frau Ursina Burkhalter, Präsidentin des Frauenchores, führte mit ihren charmanten und pfiffigen Moderationen durch das Programm.

Die Frauen bescheinigten «Du hast Glück bei den Frau’n, Bel Ami» aus dem gleichnamigen Film und gackerten «Ich wollt ich wär ein Huhn», auch aus einem erfolgreichen Film. Die Männer sangen dann noch, dass sie zum Glücklichsein nur «Wochenend und Sonnenschein» brauchen und dann mit ihrer Liebsten im Wald allein sein wollen.

Geschenke für die Dirigentin

Dann gab es für die Solisten und die Moderatoren Geschenke. Dirigentin Katharina Kühne und Moderatorin Ursina Burkhalter bekamen als Überraschung einen grossen Kugelkaktus. Die Chöre verabschiedeten die Gäste mit «Auf Wiedersehn», das letzte Lied der Commedian Harmonists, bevor sie Deutschland verlassen mussten.

Nach stehenden Ovationen gab es dann als Zugabe, passend zu den Geschenken noch einmal den „Kleinen grünen Kaktus“. Nach fast zwei Stunden ging ein schönes, pfiffiges Konzert zu Ende, bei dem sich die Zuhörer in die Goldenen Zwanziger zurückversetzt fühlten.

Zweites Konzert in Eglisau

Der Liederkranz am Ottenberg und der Frauenchor Eglisau geben am kommenden Sonntag, 3. November um 17 Uhr in der Kirche Eglisau ein zweites Konzert mit dem Programm «Ich küsse Ihre Hand, Madame».

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