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Zwei Bäume fliegen über den Ottenberg

Am Montag haben Forstmitarbeiter zwei der vier grossen Kastanien beim
Restaurant Thurberg gefällt. Die Stämme der über 100-jährigen Bäume faulten.
Mario Testa
Gut zu erkennen ist auf diesem Bild der Hohlraum im abgeschnittenen Stamm der Kastanien.Michael Vetterli hat ihn hoch oben im Baum abgesägt. (Bild: Mario Testa)

Gut zu erkennen ist auf diesem Bild der Hohlraum im abgeschnittenen Stamm der Kastanien.Michael Vetterli hat ihn hoch oben im Baum abgesägt. (Bild: Mario Testa)

Eine grosse Lücke klafft seit gestern zwischen dem Restaurant Thurberg und den zwei verbliebenen Kastanien. Die beiden Bäume, die dort standen, wurden am Morgen Stück für Stück zersägt und mit dem Kran weg gehoben. Grund für die Fällaktion, die vom Forstrevier Mittelthurgau durchgeführt wurde, ist laut den «Thurberg»-Wirten Jrene und Daniel Franz die Gesundheit der Bäume: «Sie sind über 100 Jahre alt, haben jedoch inwendig angefangen zu faulen», sagt Daniel Franz. «Seit vielen Jahren wurden regelmässig Messungen durchgeführt und bei der letzten war die Baumwand nur noch knapp vier Zentimeter dick. Es wurde einfach zu gefährlich.»

Leicht hätten sie sich den Entscheid nicht gemacht, die Bäume fällen zu lassen, sagt Jrene Franz. «Es ist schon ein riesen Eingriff auch in unsere Gartenwirtschaft. Ginge es nicht um die Sicherheit der Gäste und der Gebäude, würden wir die Bäume nicht fällen lassen.» Seit vor drei Wochen jedoch die Messungen solch ein Fortschritt der Fäule gezeigt habe, sei einfach kein anderer Schritt mehr möglich gewesen. «Ich hab die letzten drei Wochen einfach immer gehofft, dass kein Gewitter kommt, das hätte schlimm ausgehen können.» Ob und wie sie die Bäume ersetzen, wisse sie noch nicht.

Gewichte schätzen hoch oben im Baum

Die Fällarbeiten in der Baumkrone hat Kletterspezialist Michael Vetterli durchgeführt. Er fixierte die Ketten des Krans an den Ästen, kletterte weiter runter und trennte Stück für Stück vom Baum ab. Den Kran manövrierte Hanspeter Baumann: «Die grösste Gefahr ist, dass die Stücke zu schwer sind und der Kran zu kippen droht. Aber Michael Vetterli hat ein gutes Augenmass und schätzt das Gewicht der Stücke gut ein», sagt der Kranführer.

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