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Zur Zeit der Wahl sicher parteilos

Zwei der drei Kandidaten für das Gemeindepräsidium von Hefenhofen stellten sich am Montagabend an einem Podium den Fragen des ehemaligen Hefenhofer Radiomoderators Philipp Gemperle und der Bevölkerung.
Rita Kohn
Thomas Schnyder (l.) und Raphael Rechsteiner (r.) stellten sich den Fragen von Podiumsleiter Philipp Gemperle. (Bilder: Manuel Nagel)

Thomas Schnyder (l.) und Raphael Rechsteiner (r.) stellten sich den Fragen von Podiumsleiter Philipp Gemperle. (Bilder: Manuel Nagel)

Die Hefenhofer Stimmberechtigten haben die Wahl: Gleich drei Kandidaten möchten die Nachfolge von Gemeindepräsident Andreas Diethelm antreten. Um der Bevölkerung die Chance zu geben, den Interessenten auf den Zahn zu fühlen, führte die Gemeinde am Montagabend ein Podium mit den Kandidaten durch. Allerdings traten nur Thomas Schnyder und Raphael Rechsteiner zum Podium an – der Dritte im Bunde, Marcel Huber, musste krankheitshalber passen.

«Marcel Huber ist ruhig und besonnen»

Nicht den Fragen stellen konnte sich Marcel Huber, der infolge Krankheit dem Podium fern bleiben musste. Lorenz Diethelm von der Findungskommission übernahm es, den dritten Kandidaten kurz vorzustellen. Er habe bei seiner Vorstellung vor der Findungskommission einen sehr guten Eindruck gemacht, sagte Diethelm. Marcel Huber sei ein ruhiger und besonnener Mann. Er habe sich zudem sehr bewusst auf die Stellenausschreibung von Hefenhofen beworben. «Wäre es eine andere Gemeinde gewesen, wäre es nicht in Frage gekommen.» Auch das Pensum von 60 Prozent kommt dem Rheintaler sehr entgegen, hat er doch in den letzten Jahren zwei Kitas aufgebaut, die er dadurch weiterhin betreuen könnte. Auf die Ausschreibung hatten sich sechs Interessenten gemeldet, zwei davon sind von der Findungskommission ausgewählt worden. Thomas Schnyder hat sich direkt als Kandidat bei der Gemeinde gemeldet. (rk)

Moderator Philipp Gemperle.

Moderator Philipp Gemperle.

Temporeich führte Moderator Philipp Gemperle durch den Abend. Er befragte die beiden Kandidaten unter anderem zu ihrer politischen Gesinnung. Er sei zum Zeitpunkt der Wahlen zu hundert Prozent parteilos, versicherte Raphael Rechsteiner. Wenn er sich jedoch politisch einordnen müsste, so sieht er sich am ehesten zwischen FDP und SVP. «Zu beiden ist der Weg etwa gleich weit.» Der bei der Freikirche Buchwiesengemeinde Erlen als Gemeindeleiter tätige Thomas Schnyder, ebenfalls parteilos, mochte sich weniger konkret festlegen. «Am nächsten bei der EVP, dann irgendwo in der Nähe von CVP und SVP», sagte er. Es komme halt stark auf die Vorlage an, um die es gehe.

Den Jungen etwas bieten, damit sie kommen

Kandidat Raphael Rechsteiner.

Kandidat Raphael Rechsteiner.

Rund 170 Personen waren zum Podium gekommen, spürbar mehr, als üblicherweise an einer Gemeindeversammlung teilnehmen. Auf die Frage von Philipp Gemperle, wie denn die Kandidaten im Falle einer Wahl für einen besseren Besuch an der Gemeindeversammlung sorgen wollten, sagte Raphael Rechsteiner, man müsste den Jungen etwas bieten, damit sie zur Versammlung kämen. Er verriet auch gleich, woran er dabei denkt: In seiner Verwandtschaft gäbe es eine Brauerei, zum Apéro nach der Gemeindeversammlung sollte also nicht mehr nur Wein, sondern auch Bier ausgeschenkt werden.

«Dann hätte man mindestens fünf Junge mehr an der Gemeindeversammlung.»

meinte Kandidat Raphael Rechsteiner. Immer wieder setzte er auf die Karte Eigenständigkeit, kurze Entscheidungswege und Volksnähe. Er möchte die Bauverwaltung, die derzeit teilweise als Mandat an ein Ingenieurbüro vergeben ist, zurück in die Gemeinde holen. Nicht zuletzt auch, um die eigenen Stellenprozente aufzustocken, da das Gemeindepräsidium doch mit 60 Prozent veranschlagt ist. Er sei durchaus in der Lage, die Bauverwaltung zu führen, zeigte sich Raphael Rechsteiner auf Nachfrage des Moderators überzeugt. Schliesslich fülle er schon in seinem aktuellen Job als Verkaufsleiter wöchentlich entsprechende Formulare aus und habe regen Kontakt mit Behörden und Architekten. Rechsteiner ist überzeugt, dass mit der Rückkehr der Bauverwaltung auch eine Kosteneinsparung und eine Verkürzung der Wege verbunden wären.

Die Vernetzung als zentrales Thema

Kandidat Thomas Schnyder.

Kandidat Thomas Schnyder.

Thomas Schnyder, der als einziger Hefenhofer zur Wahl antritt, betonte mehrfach die Bedeutung einer besseren Vernetzung der Weiler und wünschte sich die Reaktivierung des stillgelegten Gemeindevereins. Das bewegte eine Bürgerin zur Frage, weshalb er denn nicht im Verein mitgearbeitet habe, als dieser noch aktiv war. Schnyder erklärte, er habe sich von Jugend an für die kirchliche Gemeinschaft engagiert, was seine Ressourcen gebunden habe.

Thomas Schnyder im Gespräch mit der Bevölkerung.

Thomas Schnyder im Gespräch mit der Bevölkerung.

Auf die Frage aus dem Publikum, welchen Stellenwert er der Landwirtschaft beimesse, erklärte Thomas Schnyder: «Ich bin ein Bauernbub.» Auch wenn er nicht direkt aus einer Bauernfamilie stamme, so habe er doch einen engen Bezug zur Landwirtschaft, da er in den Schulferien oft auf dem Bauernhof geholfen habe. Und zum Amüsement der Anwesenden gestand er: «Ich schmöcke Bschütti no gern.»

Auf keinen Fall zurück nach Sommeri

Raphael Rechsteiner diskutiert mit Besuchern des Podiums.

Raphael Rechsteiner diskutiert mit Besuchern des Podiums.

Quasi als Einheimischer sieht sich der in Sommeri aufgewachsene Raphael Rechsteiner auch. Und dass seine Mutter aktuell als Gemeindepräsidentin der Nachbargemeinde amtet, erachtet er nicht als Nachteil. «Wir sind durchaus in der Lage, zwei verschiedene Hüte aufzusetzen», sagte er auf Nachfrage von Philipp Gemperle. Er sei kein Auswärtiger, sondern ein Heimkehrer, betonte Raphael Rechsteiner, machte aber deutlich, dass er gerne in Hefenhofen leben würde, aber keinesfalls vor habe, je wieder in Sommeri zu leben.

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