Zur Ortsplanung in Uttwil sind 75 Einsprachen eingegangen

Noch in diesem Monat will sie der Gemeinderat behandeln, sagte Gemeindepräsident Richard Stäheli am Dienstag an der Gemeindeversammlung. 

Trudi Krieg
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Die Entwicklung des Dorfplatzes ist im Rahmen der Ortsplanung auch ein Thema.

Die Entwicklung des Dorfplatzes ist im Rahmen der Ortsplanung auch ein Thema. 

Andrea Stalder

«Studiert die Botschaften vor der Versammlung, und wenn Ihr Fragen habt, kommt ins Gemeindehaus», forderte Gemeindepräsident Richard Stäheli die Stimmbürger auf. Versuchsweise verzichte er am Dienstag auf eine Powerpoint-Präsentation. 145 von 1266 Stimmberechtigten waren bei der ersten Gemeindeversammlung unter seiner Führung anwesend.

Gerne hätte Stäheli ein positiveres Budget präsentiert. Man werde sich bemühen, die Rechnung 2020 möglichst unter dem budgetierten Aufwandüberschuss von 282'125 Franken abzuschliessen. Der grösste Teil der Ausgaben sei jedoch vorgegeben wie die Kosten für Spitäler, Kranken- und Pflegeheime, die stetig anstiegen. Dank vorhandenem Eigenkapital könne der Steuerfuss bei 48 Prozent belassen werden. Das Budget wurde einstimmig genehmigt.

Die Schützen sollen selbständig bleiben

Er sehe, dass viele junge Leute zum Schützenverein gehörten, welche den Verein aufbauen wollen, sagte Stäheli mit Blick auf die Versammelten. Es sei der Gemeinde ein Anliegen, einen eigenen Schiessstand zu behalten, damit sich die Schützen nicht mit denen aus anderen Gemeinden zusammenschliessen müssen. Der Kredit von 105'000 Franken für die Sanierung wurde einstimmig genehmigt.

Christian und Katrin Herbst mit ihren Kindern Elisabeth und Karl sind deutsche Staatsangehörige. Sie wohnen seit 2006 in Uttwil. Als Pfarrersfamilie sind sie bestens bekannt. In geheimer Abstimmung erhielten sie das Gemeindebürgerrecht mit 143 Ja und einem Nein. Auch Alexander und Anne Wimmer mit ihren Kindern Luisa und Felix sind deutsche Staatsangehörige. Die Familie wurde in geheimer Abstimmung mit 129 Ja zu 10 Nein eingebürgert.

Kaum Zeit für anderes

Priorität bei den Gemeindegeschäften habe momentan die Ortsplanung, sagte Stäheli. Es seien 75 Einsprachen eingegangen, welche der Gemeinderat im Lauf des Dezembers behandle. Das Ziel sei, die Ortsplanung bis Ende Mai 2020 abzuschliessen. So könne man sich wieder anderen Angelegenheiten widmen.

Gemeindepräsident Richard Stäheli .

Gemeindepräsident Richard Stäheli .

Donato Caspari

Hoffentlich bald vom Tisch sei auch die leidige Geschichte um den Weiher. Er habe gemeint, die Sache könne im Hau Ruck Verfahren erledigt werden, aber so schnell gehe es nicht. Spezialisten und Ämter beschäftigen sich damit: «Wir arbeiten daran.»

Er spüre grosses Vertrauen aus der Bevölkerung, sagte Stäheli. Er werde auch in Zukunft die Versammlungen ohne Powerpoint durchführen. Die Gemeinde werde die Traktanden jeweils ausführlich in der Botschaft erklären.