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Zivilschutzübung in Tägerwilen: Sie trotzen Wind und Wasser

Nach Übungen in Langrickenbach und Altnau bewegten sich die Akteure des Regionalen Führungsstabs dieses Mal nach Westen. Es ging um realistische Naturgefahren.
Angeregter Gedankenaustausch nach der Übung anlässlich eines Apéros im Kommandoposten Tägerwilen. (Bild: PD)

Angeregter Gedankenaustausch nach der Übung anlässlich eines Apéros im Kommandoposten Tägerwilen. (Bild: PD)

Mit der Reorganisation der Zivilschutzregion Kreuzlingen per 1. Januar 2018 sind dem Regionalen Führungsstab Kreuzlingen (RFS) neu insgesamt 14 Gemeinden angeschlossen. Als Stabschef der Zivilschutzregion Kreuzlingen amtet seit vier Jahren Markus Meile. Er organisiert regelmässig Stabsübungen in den Partnergemeinden und setzt auch inhaltliche Schwerpunkte: «Der RFS Kreuzlingen beschäftigt sich zum wiederholten Mal mit den Themen Hochwasser und Starkwinde, zumal diese Szenarien für unsere Region realistische Gefahren darstellen.»

Des Weiteren seien die Übungen «unerlässlich und für eine gute Zusammenarbeit ausgesprochen wichtig, um die Kolleginnen und Kollegen der Partnergemeinden zu kennen.» Im Chargon des Bevölkerungsschutzes spricht man gerne in Kürzel, was in diesem Fall «KKK» heisst: In Krisen Köpfe Kennen.

Enge Zusammenarbeit mit den Exekutiven

Der RFS Kreuzlingen bewegt sich von Ost nach West: Nach Langrickenbach und Altnau stand am Mittwoch, 31. Oktober, eine Übung in Tägerwilen an. Im Zentrum standen die Zusammenarbeit des Kernstabs mit Spezialisten der ereignisbetroffenen Gemeinden; die Überprüfung des Kommandopostens Tägerwilen als Führungsstandort; sowie die Überprüfung der Abläufe seitens der Führungsunterstützung sowie die Anwendung des neuen Lagetools. An der Übung teilgenommen haben die Gemeindepräsidentin Lisa Raduner, Gottlieben, die Gemeindepräsidenten Markus Thalmann, Tägerwilen, Martin Stuber, Ermatingen, Bruno Lorenzato, Salenstein und der Kreuzlinger Stadtrat Thomas Beringer. «Gerade ihre Teilnahme ist äusserst wichtig und verdankenswert», betonte Stabschef Markus Meile. Denn in einem Ereignisfall wird der Regionale Führungsstab zuhanden der Exekutive Vorschläge und Anträge unterbreiten, die Auswirkungen auf personelle, materielle und finanzielle Aspekte nach sich ziehen und von der Exekutive entschieden werden müssen.

Regelmässige Übungen tragen Früchte

Mit der Übung in Tägerwilen wurde auch sichtbar, dass die kontinuierlichen Trainings innerhalb des RFS Kreuzlingen in den Partnergemeinden Früchte tragen. Stabschef Meile zeigte sich über das Resultat seiner Strategie erfreut: «Der RFS Kreuzlingen ist jetzt in der Lage, die Gemeinden in einem Ereignisfall professionell zu unterstützen.» Auch die Exekutivmitglieder zeigten sich mit dem Vorgehen und der Zusammenarbeit zufrieden und signalisierten die Bereitschaft, an den regelmässigen Übungen festzuhalten. (red)

Im Ernstfall bereit

Der Regionale Führungsstab kommt zum Einsatz, wenn eine oder mehrere Gemeinden in der Region betroffen sind. Im Kernstab sind die fünf Säulen des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz) personell abgebildet. Der RFS koordiniert den Einsatz. Im Ereignisfall wird der Kernstab durch die Spezialisten der Schadengemeinden verstärkt. Dabei sind Altnau, Bottighofen, Ermatingen, Gottlieben, Güttingen, Kemmental, Kreuzlingen, Langrickenbach, Lengwil, Münsterlingen, Raperswilen, Tägerwilen, Wäldi und Salenstein.

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