Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Zihlschlacht-Sitterdorf spürt einen stärker werdenden Gegenwind

Die Kosten für das Sozial- und Gesundheitswesen steigen, der Steuerertrag sinkt. Das Minus im Voranschlag stellt somit keine Überraschung dar. Die Gemeindeversammlung segnete das Budget 2019 der politischen Gemeinde diskussionslos ab.
Georg Stelzner
Ehrung für ein 25-jähriges politisches Wirken: Heidi Grau, Gemeindepräsidentin von Zihlschlacht-Sitterdorf, freut sich über den Blumenstrauss, den ihr Vizegemeindepräsident Walter Schindler übergeben hat. (Bild: Georg Stelzner)

Ehrung für ein 25-jähriges politisches Wirken: Heidi Grau, Gemeindepräsidentin von Zihlschlacht-Sitterdorf, freut sich über den Blumenstrauss, den ihr Vizegemeindepräsident Walter Schindler übergeben hat. (Bild: Georg Stelzner)

Gemeindepräsidentin Heidi Grau legte die Karten bei der Präsentation des Budgets 2019 am Mittwochabend sofort auf den Tisch: Im Bereich der ambulanten Krankenpflege und der Pflegefinanzierung muss auch im kommenden Jahr mit höheren Kosten gerechnet werden. Zudem wirken sich die nach wie vor hohen Aufwendungen für die gesetzliche wirtschaftliche Hilfe negativ auf den Voranschlag aus.

Schwer beeinflussbare Kosten

Der Gemeinderat sei bei der Erstellung des Budgets nicht umhingekommen, die Zahlen nochmals nach oben anzupassen. Die Konsequenz: Das Budget 2019 weist einen Verlust in Höhe von 269'240 Franken aus. Möglichkeiten zur Einflussnahme gibt es nach den Worten Heidi Graus nur wenige: «Es handelt sich um gesetzliche Vorgaben, die eingehalten werden müssen.»

Um den steigenden Kosten im Pflege- und Sozialbereich entgegenzuwirken, hat der Gemeinderat beschlossen, für den Strassenunterhalt im Budget 2019 weniger Geld einzusetzen. Für die Sanierung von Gemeindestrassen sollen nur noch 155'000 Franken ausgegeben werden, was etwa einer Halbierung entspricht. Grössere Projekte würden über die Investitionsrechnung verbucht, was allerdings die Abschreibungen erhöhen werde, führte Heidi Grau aus.

Gemeinde wird zur Kasse gebeten

Beim Steuerertrag wird ein Minus von rund 180'000 Franken erwartet. Da dieser jedoch nach wie vor vergleichsweise hoch ist, muss die Gemeinde im Rahmen des kantonalen Finanzausgleichs im nächsten Jahr sogar noch mehr berappen, wie Heidi Grau erklärte.

Die Nettoinvestitionen im Jahr 2019 bezifferte sie mit 520'000 Franken. In den nächsten Jahren stünden ausschliesslich Strassensanierungen auf dem Programm. Alle anderen grossen Projekte seien in der Zwischenzeit realisiert worden, stellte die Gemeindepräsidentin sichtlich zufrieden fest.

Erfreuliche Bauabrechnung

Zu einer Neuverschuldung sei es dank eines hohen Selbstfinanzierungsgrades nicht gekommen, erklärte Heidi Grau, doch hätten die hohen Investitionen dazu geführt, dass es in Zihlschlacht-Sitterdorf kein Pro-Kopf-Vermögen, dafür aber immer noch eine Nettoverschuldung gibt. Die Genehmigung des auf einem unveränderten Steuerfuss von 55 Prozent basierenden Budgets für 2019 erfolgte ohne Gegenstimmen.

Am Ende der Versammlung konnte die Gemeindepräsidentin auch noch Erfreuliches bekanntgeben: Die Sanierung und Adaptierung der Liegenschaft Bernhauserstrasse 5 in Zihlschlacht, wo die Gemeindeverwaltung ein neues Domizil gefunden hat, wird weniger kosten als erwartet. Laut Heidi Grau kann der bewilligte Kredit um rund 130'000 Franken unterschritten werden.

Zwei Rücktritte aus dem Gemeinderat

Die Behörde der Politischen Gemeinde Zihlschlacht-Sitterdorf wird in der Legislaturperiode 2019 bis 2013 in einer anderen personellen Zusammensetzung arbeiten. Gemeindepräsidentin Heidi Grau gab an der Gemeindeversammlung bekannt, dass sich Christa Ackermann und Hans Brugger nicht um eine Verlängerung ihres Mandats bewerben werden. Beide gehören dem Gemeinde seit dem Jahr 2011 an. Im Hinblick auf die Gesamterneuerungswahlen am 10. Februar 2019 wird am 22. Januar eine Wählerversammlung durchgeführt, an der sich die Kandidierenden vor- stellen können. Die Veranstaltung findet in der Mehrzweckhalle von Sitterdorf statt und beginnt um 20 Uhr. Von heute Freitag, 30. November, bis Mittwoch, 19. Dezember, liegt der Schutzplan für Natur- und Kulturobjekte im Verwaltungsgebäude an der Bernhauserstrasse 5 in Zihlschlacht zur Einsicht auf. (st)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.