ZIHLSCHLACHT-SITTERDORF
Kandidierendes Trio verfehlt das absolute Mehr - Entscheidung fällt nun erst am 26. September

Der freie Sitz im Gemeinderat Zihlschlacht-Sitterdorf wird im zweiten Wahlgang vergeben. Christian Fisch, Drittplatzierter im ersten Wahlgang, wird dann nicht mehr antreten.

Georg Stelzner
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Die Gemeindeverwaltung an der Bernhauserstrasse in Zihlschalcht, wo der Gemeinderat seine Sitzungen abhält.

Die Gemeindeverwaltung an der Bernhauserstrasse in Zihlschalcht, wo der Gemeinderat seine Sitzungen abhält.

Bild: Donato Caspari (Zihlschlacht, 31. Mai 2021)

Das wahrscheinlichste Szenario angesichts von drei kandidierenden Personen ist eingetreten: Niemand erreichte im ersten Wahlgang das absolute Mehr, sodass die Entscheidung darüber, wer im Gemeinderat Zihlschlacht-Sitterdorf Einsitz nehmen darf, auf den 26. September vertagt worden ist.

Ein Fotofinish ohne Sieger

Das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Sitterdorferin Anita Brühlmann und dem Zihlschlachter Ernst Bühler endete mit einem Gleichstand; beide distanzierten den Zihlschlachter Christian Fisch deutlich. Die Ersatzwahl für den Rest der laufenden Amtsdauer war nach der Wahl von Gemeinderat Christian Hinterberger zum neuen Gemeindepräsidenten nötig geworden.

Die grösste Gelassenheit nach Bekanntwerden des Wahlresultats lässt am Sonntagnachmittag Ernst Bühler, der 33-jährige SVP-Kandidat, erkennen:

«Ich bin zufrieden mit meinem Abschneiden. Das ist für mich ein gutes Resultat.»

Er habe mit einer knappen Entscheidung gerechnet und trete beim zweiten Wahlgang aufgrund der intakten Chancen wieder an.

Eine leise Enttäuschung schwingt in der Stellungnahme von Anita Brühlmann, der parteilosen Kandidatin, mit:

«Ich hatte ein gutes Gefühl und rechnete mir aufgrund der positiven Rückmeldungen aus der Bevölkerung etwas mehr aus.»

Ein Antreten im zweiten Wahlgang sei möglich, aber keineswegs sicher, sagt Brühlmann. Sie wolle zunächst in Ruhe darüber nachdenken.

Diesen Prozess hat Christian Fisch bereits hinter sich. Der 47-jährige parteilose Kandidat sagt angesichts seines Rückstands von 233 Stimmen auf das im ersten Wahlgang erfolgreiche Duo:

«Ich bin enttäuscht und ziehe mich zurück, denn ein Weitermachen hat unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn.»

Die bessere Verwurzelung in der Gemeinde habe wohl den Ausschlag zu Gunsten Bühlers und Brühlmanns gegeben, vermutet Fisch. Eine Kandidatur bei anderer Gelegenheit will er jedoch nicht ausschliessen.

Die Ersatzwahl in Zahlen

Anita Brühlmann (parteilos, Sitterdorf) und Ernst Bühler (SVP, Zihlschlacht) erhielten im ersten Wahlgang exakt gleich viele Stimmen, nämlich 355. Für Christian Fisch (parteilos, Zihlschlacht) entschieden sich 122 Wahlberechtigte, auf vereinzelte andere entfielen 10 Stimmen. 20 Wahlzettel waren leer und 41 ungültig. Das absolute Mehr lag bei 401 Stimmen. Die Wahlbeteiligung betrug 51,52 Prozent. (st)

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