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Zauberwort Coworking: Kreuzlingen sieht Chancen mit dem flexiblen Arbeitsraum

In der Stadt soll ein Coworking-Büro angesiedelt werden. Leerstehende Ladenflächen könnten so wiederbelebt werden. Am Montagabend wurde das Projekt mit 20 Interessierten im Rathaus diskutiert.
Manuela Olgiati
Projektleiter Enzo Schrembs sowie Daniela Hälg und Remo Rusca vom genossenschaftlichen «VillageOffice» begleiten die Ansiedlung eines Coworking-Büros in Kreuzlingen. (Bild: Manuela Olgiati)

Projektleiter Enzo Schrembs sowie Daniela Hälg und Remo Rusca vom genossenschaftlichen «VillageOffice» begleiten die Ansiedlung eines Coworking-Büros in Kreuzlingen. (Bild: Manuela Olgiati)

Ziel eines Coworking-Büros ist das ortsunabhängige, dezentrale Arbeiten in einer lokalen Bürogemeinschaft. Es ist eine Alternative zum festen Arbeitsplatz in der Firma und zum Home-Office und eine Antwort auf den technologischen Wandel in der Arbeitswelt, die gesellschaftliche, ökologische und soziale Komponenten für mehr Lebensqualität berücksichtigt. «Um herauszufinden, welches Angebot in Kreuzlingen gewünscht ist, braucht es die Ideen aller», sagte Stadtpräsident Thomas Niederberger. Das Coworking-Büro, das in Zusammenarbeit mit «VillageOffice» realisiert würde, kann helfen, Möglichkeiten für leerstehende Ladenflächen zu finden. Die Stadt Kreuzlingen schiebe das Projekt an, so Niederberger, später soll es zum «Selbstläufer» werden. Ein solcher «Wunderraum» wird noch gesucht.

Belebung des Boulevards

Am Montagabend diskutierten rund 20 Teilnehmer, darunter Liegenschaftenbesitzer und Unternehmer im Rathaus über die Bedürfnisse. Voten kamen zur Infrastruktur eines Coworking-Büros mit Nischen, einer zentralen Lage oder zum Sitzungsraum. Ein solches Angebot könnte die Stadt bereichern, etwa mit der Belebung des Boulevards. Das Gewerbe und die Liegenschaftenbesitzer nehmen einen wichtigen Part ein, wenn es um mehr Wertschöpfung geht. Was es braucht, damit Pendler das Coworking nutzen würden, war Thema an einem weiteren Posten. Die Initiative für Coworking käme meist von selbstständig Erwerbenden und Freelancern, weiss Remo Rusca von den rund 60 Standorten in der Schweiz. Rusca und Daniela Hälg sind Partner des genossenschaftlichen «VillageOffice» und begleiten die Ansiedlung eines Coworking-Büros in Kreuzlingen. Enzo Schembs ist der Projektleiter.

6247 Pendler aus Kreuzlingen

Das Konzept soll bekannter werden, sind sich die Teilnehmer einig, Steuervorteile und soziale Kontakte wurden mit attraktiven Öffnungszeiten für Pendler genannt. Ein erprobter Coworker ist Fabian Munz, Geschäftsführer vom «Coworking-Space» in Bottighofen der von mehr Freiheit sprach. Die Leute arbeiteten heute wie in Zeiten der Industrialisierung, hatte Rusca zuvor in seinem Referat erklärt. In Kreuzlingen gibt es täglich 6247 Wegpendler. Diese fehlen dem lokalen Gewerbe. Mit flexibleren Arbeitsmodellen könnte dies geändert werden. Auch dem drohenden Fachkräftemangel könne man so gegenübertreten und konkurrenzfähig bleiben. «Wenn die Leute mehr Zeit an ihrem Wohnort verbringen, würde eine Bäckerei profitieren, aber auch ein Fitness-Abo würde vor Ort gelöst», sagt Rusca. Die Pendlersituation könnte mit weniger Mobilität und Partizipation gelöst werden. Einen Arbeitsweg von 15 Minuten sei die Idealvorstellung.

Projekt startet mit Kerngruppe

Eine Kerngruppe Das Coworking Kreuzlingen will die Arbeit nach Kreuzlingen bringen und die Pendelzeit reduzieren. Damit soll eine lokale Gemeinschaft geschaffen werden, die flexibles Arbeiten möglich macht. Projektleiter Enzo Schrembs wird zur weiteren Planung eine Kerngruppe bilden. Geplant ist, in Kreuzlingen in rund sechs bis acht Monaten einen Probebetrieb auf die Beine zu stellen.
Mehr Informationen www.villageoffice.ch

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