Wohnen über Schiffshalle: Kaufmann Oberholzer interpretiert die Zimmermannskunst in Arbon neu

Neben der Breitehof-Wohnsiedlung hat die Firma einen modernen Holzbau hingestellt. Die Fassade besteht aus carbonisierter Kiefer.

Max Eichenberger
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Die neue Schiffshalle: markanter Neubau auf dem ehemaligen Forster-Industrieareal beim Breitehof.

Die neue Schiffshalle: markanter Neubau auf dem ehemaligen Forster-Industrieareal beim Breitehof.

Bild: Max Eichenberger (Arbon, 27.7.2020)

Von den «Vereinigten Hüttenwerken» hatte der ehemalige Arbonia-Forster-Chef Edgar Oehler einst von den alten Forster-Fabrikgebäuden im Arboner Zentrum zwischen Stahelplatz und dem Philosophenweg am See gesprochen. Der Unternehmer hatte in einem ersten Schritt die Aussiedlung industrieller Aktivitäten nach Frasnacht vollzogen. Auch das Headquarter verlegte er vom Breitehof, der 2011 um gut acht Meter wegen des Baus der Neuen Kantonsstrasse verschoben worden war, nach Steineloh.

Das Fabrikareal nahe der Altstadt verdiene eine bessere städtebauliche Nutzung. Die Generalunternehmerin HRS hat inzwischen den grössten Teil der Parzellen zwischen Romanshornersrasse und Bahnlinie mit Eigentums- und Mietwohnungen überbaut. Zwischen Bahnlinie und See soll später ebenfalls Wohnen anstelle der Industrie treten.

Einstellhalle für Schiffe mit Wohnungen darüber

Neben der Breitehof-Wohnsiedlung ist aber auch architektonisch innovativ Neues entstanden: der Schiffbau, ein dreigeschossiger Holzbau in der interpretierten Tradition der Zimmermannskunst auf einer Parzelle der AW Liegenschaften AG. Dessen Kern ist ein tragendes Fachwerk. Die Fassade besteht aus carbonisierter Kiefer. In der viereinhalb Meter hohen Halle werden Schiffe eingestellt, darüber sind auf zwei Etagen vier Wohnungen realisiert worden. (me)