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Wohnen mit Zusatzleistungen für Kreuzlinger Senioren

Die Genossenschaft Alterszentrum möchte die letzte Bauetappe in Angriff nehmen. Die Generalversammlung stimmt über einen 28,5-Millionen-Kredit für eine neue Alterssiedlung ab.
Nicole D'Orazio
So stellen sich die Architekten die neuen Alterswohnungen vor. (Bild: PD)

So stellen sich die Architekten die neuen Alterswohnungen vor. (Bild: PD)

Die Alterswohnungen sind nicht behindertengerecht, die Bäder sind zu klein und allgemein entsprechen die Appartements nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Die Alterssiedlung der Genossenschaft Alterszentrum Kreuzlingen (AZK) stammt aus den 1970er-Jahren. Viele Einheiten stehen leer. Deswegen soll das Gebäude abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Das wäre die dritte und letzte Bauetappe im Alterszentrum nach dem Neubau und der Sanierung des Gebäudes A.

Die Genossenschafter stimmen an der Versammlung morgen Dienstag über den Kredit in der Höhe von 28,5 Millionen Franken ab. «In unseren Statuten wurde von Beginn weg festgehalten, dass wir betreutes Wohnen anbieten», sagt Urs Haubensak, Präsident der Genossenschaft Alterszentrum. «Das war damals sehr fortschrittlich und wir möchten das natürlich beibehalten.» Betreutes Wohnen sei je länger je mehr ein Bedürfnis von Senioren.

«Es gibt daher auch vier Betreuungsstufen von wenig bis viel Hilfe für die Bewohner.»

Das heisst, dass Senioren in der ersten Stufe nur über einen Sicherheitsknopf in der Wohnung verfügen, sonst aber noch völlig selbstständig leben. In den nächsten Stufen könnten sie immer mehr Abklärungen, Dienste und Betreuung des Alters- und Pflegeheims bis zu Palliative Care in Anspruch nehmen. «Die Senioren könnten bis zu ihrem Lebensende in den Wohnungen bleiben und müssten nicht mehr ins Heim zügeln», erklärt Haubensak das Prinzip. Gezahlt wird natürlich nur, was in Anspruch genommen wird.

«Das macht das Projekt halt nicht billiger. Es ist ein intensiverer Standard als bei normalen Wohnungen nötig.» Das Ziel sei aber nach wie vor, den Senioren preiswerte Appartements anbieten zu können, betont er.

Direkter Zugang zum Hauptgebäude

2017 hat die Genossenschaft einen offenen Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Gewonnen hat das Projekt der Architekten Berrel Berrel Kräutler AG aus Zürich. Vorgesehen ist ein viergeschossiger Ersatzneubau. Jede Etage verfügt über einen breiten Laubengang eine direkte Verbindung zum Haupthaus. Die Lauben sollen als Gemeinschaftsraum und Begegnungszone dienen wie auch der Innenhof. Geplant sind 63 Wohnungen, die über eineinhalb bis dreieinhalb Zimmer verfügen. Alle mit Balkon und viel Licht.

«Es ist leider nicht möglich, das heutige Gebäude entsprechend umzubauen. Es lässt sich nicht ummodeln. Auch wegen der Barrierefreiheit. Deswegen müssen wir es abreissen»

erklärt Haubensak. Man habe eine entsprechende Machbarkeitsstudie durchgeführt. Stimmt die Generalversammlung dem Kredit zu, soll die Baueingabe kommenden November erfolgen.

So soll der Innenhof aussehen. (Bild: PD)

So soll der Innenhof aussehen. (Bild: PD)

Wenn keine wesentlichen Einsprachen eingehen, rechnet der Vorstand mit der Baubewilligung im Frühsommer 2020 und dem Baustart im Herbst. Die Bauzeit soll rund zwei Jahre dauern. «Für die noch letzten Bewohner der heutigen Siedlung haben wir so genügend Zeit, nach einer Ersatzlösung zu suchen. Ich hoffe, es klappt alles», sagt Haubensak.

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