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Stehengelassene Fahrgäste und Verspätungen: Die neue Buslinie in Steinebrunn gibt weiter zu reden

Der Chauffeur lässt am Bahnhof eine Gruppe Passagiere stehen. Es kommt zu grösseren Verspätungen – und das regelmässig.
Tanja von Arx
Am Bahnhof Steinebrunn gab es kürzlich rote Köpfe. Bild: Markus Schoch

Am Bahnhof Steinebrunn gab es kürzlich rote Köpfe. Bild: Markus Schoch

Der Aufruhr um die neue Buslinie nimmt kein Ende. Erst kürzlich beschwerten sich Anwohner in Steinebrunn, weil eine Fahrtroute der Autokurse Oberthurgau (AOT) seit Dezember im Zuge kantonaler Erweiterungen durch ihr Quartier führt. «Wir bemängeln die überhöhte Geschwindigkeit, das Kurvenschneiden und die unsichere Vortrittsregelung der Linie 941.» Zudem sei die Privatsphäre durch Lärm und Emissionen «immens eingeschränkt» und sorge gar für Schlafstörungen (unsere Zeitung berichtete). Jetzt ist es wieder zu Zwischenfällen gekommen.

Die Passagiere sahen nur, wie der Bus abfuhr

Für Kopfschütteln sorgt Folgendes: Laut einer Passagierin hat der Chauffeur am Bahnhof eine Gruppe von acht Kindern und gleich vielen Erwachsenen stehen lassen. Die Frau nahm am Mittwoch um 18.19 Uhr den Zug ab St.Gallen, denn die schnellste Verbindung von St.Gallen nach Frauenfeld führt manchmal über diese Strecke. Der Zug sei mit leichter Verspätung in Steinebrunn angekommen, statt um 18.37 etwa 18.40 Uhr. Offenbar haben es zwei Personen noch geschafft umzusteigen. Die übrigen sahen nur noch, wie dieser abfuhr.

Der Chauffeur sei gemäss Fahrplan um 18.41 Uhr losgefahren. Die Kinder sagen, sie würden ihn kennen, er habe das auch schon so gemacht. In jedem Fall muss jener den Zug bei der Einfahrt gesehen und gemerkt haben, dass die Umsteigezeit nicht für alle Passagiere reicht. Sie können nicht nachvollziehen, wieso er «so stur» handelt. «Er hätte ja nur ein, zwei Minuten warten müssen.»

«Dieser Bus muss nicht hetzen»

Man diskutiert, bei Postauto bekäme der Chauffeur eine Anweisung von der zentralen Leitstelle, wenn er einen verspäteten Zug abwarten müsse. Und man fragt sich, ob das bei AOT nicht auch so sei. «Dieser Bus muss ausserdem nicht hetzen.» Wenn man das richtig sähe, müsse er in Amriswil erst nach einer Pufferzeit von acht Minuten wieder losfahren. Umsteigen auf den Zug Richtung Frauenfeld wäre kein Problem, auch wenn er leicht verspätet ankäme.

Auf Anfrage sagt Martin Kubli, Planer und Chauffeur bei AOT: «Der Bus wartet in der Regel bis 18.43 Uhr.» In Amriswil hätte man dann bis fünf Minuten zum Umsteigen. «Ich kann die vorliegende Situation im Einzelnen nicht beurteilen, aber hätte der Buschauffeur die Passagiere gesehen, so hätte er sicher gewartet.» Allerdings ist der straffe Fahrplan laut Kubli allgemein «ein riesiges Problem». Am 23. April habe es bereits eine Umstellung gegeben, um mehr Spielraum einzuräumen. So fahre man nicht mehr über den Marktplatz und direkt von der Haltestelle Hemmerswil zum Bahnhof. «Wir kämpfen und probieren alles, was möglich ist.» Allerdings sei die Strecke anspruchsvoll, da man um viele Hausecken fahren müsse und an etlichen Baustellen vorbei. «Wenn wir etwas anders machen, sorgt das womöglich wiederum von Seiten anderer Passagiere für Reklamationen.» Man setze um, was der Kanton entschieden habe. Besser gehe es einfach nicht.

Planer verweist auf Versuchsbetrieb

Planer Kubli verweist indessen darauf, dass es sich bei der Strecke Steinebrunn-Amriswil noch um einen Versuchsbetrieb handle und dass man nach wie vor um ein Arrangement bemüht sei, das für alle Passagiere passe. Vorläufig hält er fest: «Passagiere können auch in Muolen umsteigen, wenn sie nach Amriswil wollen.»

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