«Wir müssen das Beste daraus machen», sagen die Verantwortlichen der Amriswiler Fasnacht

Nach mehreren Absagen: Die Amriswiler Beizenfasnacht und das Guggen-Open wurden bewilligt.

Rosa Schmitz
Drucken
Teilen
Die Guggen dürfen auf dem Marktplatz spielen.

Die Guggen dürfen auf dem Marktplatz spielen.

(Bild: Manuel Nagel)

Glück im Unglück. Nachdem das Corona-Virus den Amriswiler Narren vergangenes Wochenende einen gehörigen Strich durch die Rechnung gemacht hat, wurde gestern die Beizenfasnacht vom Kanton unter Auflagen bewilligt. Sie findet am Freitag auf dem Marktplatz anstelle des Amriville-Vorplatzes statt. Genau wie auch ein reduziertes Guggen Open am Samstagnachmittag. Die restlichen Fasnachtsveranstaltungen fallen jedoch weiterhin aus.

«Damit haben wir aber eine gute Alternative und genug Platz, dass die Besucher nicht gedrängt stehen müssen», sagt muggäfurz-Präsidentin Marlen Weidmann erleichtert. Die Stadt sei der Narrengesellschaft sofort entgegengekommen. «Wir freuen uns sehr, dass wir so wenigstens einen würdigen Fasnachtsabschluss feiern können.» Geplant ist aktuell, dass Glöggli Clique und Marktplatzpfuuser ab 16Uhr ein Konzert geben.

Allerdings werden Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gebeten, den Veranstaltungen fern zu bleiben.

«Für die Beizenfasnacht wird erstmals eine Teilnehmerliste geführt.»

Dies habe der Kanton so vorgeschrieben, erklärt die mufu-Präsidentin.

«Wir müssen das Beste aus der Situation machen», sagt Weidmann. Entsprechend habe man alle Hebel in Bewegung gesetzt, um wenigstens Teile der Amriswiler Fasnacht noch durchführen zu können – wenn auch unter Auflagen und in reduzierter Form. Unter anderem trafen sich die muggäfurz, die Guggen Glöggli Clique und die Marktplatzpfuuser direkt nach dem Entscheid des Bundesrates zu einer Krisensitzung. Klar war: So soll die Saison nicht enden.

«In so einer Situation ist es wichtig, dass wir Amriswiler zusammenstehen.»

sagt Glöggli- Präsident Adrian Widmer. Auch Pfuuser-Präsident Samuel Svec sicherte sofort die Unterstützung zu: «Wir sind selber nur mit fehlenden Auftritten betroffen. Umso wichtiger ist es, dass wir unseren Freunden nun unter die Arme greifen».

Ein kleines Happy End also für die Amriswiler Fasnachtsvereine. Glöggli-Präsident Widmer ergänzt mit Galgenhumor, man sei in den Startlöchern: «Der Glühwein ist schliesslich schon vom letzten Wochenende her gekocht.»