Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

HCT-Captain Parati: «Wir haben jetzt mehr Energie fürs Wesentliche»

Für Patrick Parati, Captain des HC Thurgau, ist der erfolgreiche Saisonstart kein Zufall. Der 33-jährige Routinier warnt vor dem Heimspiel am Freitag um 20 Uhr gegen Winterthur allerdings vor Übermut. «Wir müssen vorsichtig sein. Es kann schnell in die andere Richtung gehen», sagt er.
Matthias Hafen
Captain Patrick Parati führt das Team des HC Thurgau auf besonnene Art an. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, 4. Oktober 2019)

Captain Patrick Parati führt das Team des HC Thurgau auf besonnene Art an. (Bild: Marc Schumacher/Freshfocus, 4. Oktober 2019)

26 Punkte aus den ersten 14 Spielen: Man müsste meinen die Garderobe des HC Thurgau steht Kopf. Einen so erfolgreichen Herbst erlebte der Ostschweizer Swiss-League-Club seit Jahren nicht mehr. Die Mannschaft von Trainer Stephan Mair belegt vor dem Heimspiel vom Freitag um 20 Uhr gegen Winterthur Platz vier in der Tabelle. Von einer Euphorie ist im Training vom Donnerstagmittag aber nichts zu spüren.

Die Stimmung bei Spielern und Trainern ist gelöst, aber nicht überschwänglich. Das hat auch mit Captain Patrick Parati und dessen gelassener Art zu tun. Der Verteidiger mit solidem, unspektakulärem Stil hat nicht nur auf dem Eis alles im Griff, er hält auch in der Garderobe seine beruhigende Hand über das Team – so scheint es.

La Chaux-de-Fonds dient als Negativbeispiel

«Natürlich macht es uns der erfolgreiche Start einfacher, als wenn wir den Punkten hinterher rennen müssten», sagt Parati. «Aber wir müssen vorsichtig sein. Das Beispiel La Chaux-de-Fonds zeigt, dass es schnell in die andere Richtung gehen kann.» Der Ligakonkurrent aus dem Neuenburger Jura gehörte vor wenigen Tagen selber noch zur Spitzengruppe der Swiss League, findet sich nun nach fünf Niederlagen in Folge aber auf dem siebten Platz wieder.

Der erfolgreiche Saisonstart führte beim HC Thurgau auch zu einem Umdenken. «Unser Fokus liegt mehr denn je darauf, unser Spiel zu verbessern», sagt Parati. «So kommen wir gar nicht in Versuchung, resultatabhängig zu denken.» Mit einem soliden Punktepolster im Rücken fällt das natürlich einfacher. Für Parati zahlen sich auch die Transfers des vergangenen Sommers aus. «Mit Dominic Hobi und Niki Altorfer etwa haben wir erfahrene Spieler dazugewonnen, die es uns ermöglichen, abgeklärter zu spielen.» In dieser Saison sei die Chance auf Punkte an jedem Abend da.

Alle ziehen an einem Strick, in die gleiche Richtung

Nicht zuletzt geht Paratis Lob an das ganze Kollektiv. «Jeder in der Mannschaft hat sich voll verpflichtet – unserem Spielsystem und der Identität des Teams.» So müsse man sich in der Garderobe weniger um Nebensächlichkeiten kümmern. «Wir haben mehr Energie fürs Wesentliche.» Der Lernprozess der Mannschaft gehe aber trotz des goldenen Herbsts weiter. «Wir müssen uns noch steigern, wenn wir das Spiel selber machen müssen.» Etwa so, wie am Freitag zu Hause gegen Winterthur. «Solche Spiele sind nicht einfacher als andere», sagt Parati. «Oft bereiten wir uns auf diese sogar intensiver vor.»

Ein HCT-Quartett in der MySports League

Das breitere Kader des HC Thurgau und die funktionierende Partnerschaft mit dem NLA-Club Rapperswil-Jona wirkt sich in dieser Saison stark aus. Gleich mehrere Spieler, die beim HCT unter Vertrag stehen, kommen mit einer B-Lizenz in der dritthöchsten Spielklasse, der MySports League, zum Einsatz. Am vergangenen Mittwoch spielten Stürmer Joel Moser und Verteidiger Claude Schnetzer für den EHC Chur, Verteidiger Joel Steinauer für den EHC Bülach und Stürmer Gianluca Zanzi für den EHC Dübendorf. Moser und Steinauer sind Beispiele dafür, dass der Konkurrenzkampf innerhalb des HCT zugenommen hat. Beide standen Anfang Saison noch in der Swiss-League-Aufstellung, kommen seither aber nicht zu viel Eiszeit (Moser) respektive fielen ganz aus der Aufstellung (Steinauer). Der 22-jährige Moser trug Mitte September in Winterthur und gegen Langenthal immerhin noch das Topskorer-Trikot beim HC Thurgau. Dann nutzten aber andere das Schaufenster Swiss League. Während Moser immer noch regelmässig in der Aufstellung des HCT steht, spielte der 24-jährige Steinauer zuletzt nur noch eine marginale Rolle in den Überlegungen von Headcoach Stephan Mair. Der 23-jährige Zanzi war von Anfang an meist der 13. Stürmer, der kaum zu Eiszeit kam. Und der 19-jährige Neuzuzug Schnetzer wird in der MySports League aufgebaut. Das Quartett trainiert auch bei den Clubs, wo die Spieler zur Zeit aushelfen. Der HC Thurgau kann sie aber jederzeit zurückholen. Geschäftsführer Martin Büsser besucht die Spieler regelmässig, weil ihm viel daran liegt, dass sie sich weiterhin dem HCT zugehörig fühlen. (mat)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.