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«Wir kommen voran», sagt Bischofszells Stadtpräsident Thomas Weingart

Im Jahr 2018 sind nach Einschätzung von Stadtpräsident Thomas Weingart Strukturen geschaffen oder eingeleitet worden, die es der Stadt ermöglichen werden, die künftigen Herausforderungen zu meistern.
Georg Stelzner
Thomas Weingart, Stadtpräsident von Bischofszell, in seinem Büro im Rathaus. (Bild: Reto Martin)

Thomas Weingart, Stadtpräsident von Bischofszell, in seinem Büro im Rathaus. (Bild: Reto Martin)

«Auch wenn es von aussen vielleicht nicht sofort nachvollziehbar ist, so wage ich doch die Behauptung, dass wir im Jahr 2018 in vielerlei Hinsicht entscheidend vorangekommen sind», erklärt Stadtpräsident Thomas Weingart.

Der Stadtrat habe alles erreicht, was er sich vorgenommen hat. Vor Jahresfrist war eine solche Feststellung nicht möglich gewesen. Umso mehr freut es Weingart, heuer eine positive Bilanz über die zurückliegenden zwölf Monate ziehen zu können.

Die wichtigste Weichenstellung, die Verselbständigung der Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell (TGB), ist vom Souverän mit klarer Mehrheit abgesegnet worden. Diese Massnahme sei zwingend nötig gewesen, die breite Zustimmung aber nicht selbstverständlich, sagt Weingart. «Das zeugt von einem grossen Vertrauen der Bevölkerung, wofür ich sehr dankbar bin.»

Geschäftsleitung und Altersheim Bürgerhof

Zufrieden ist der Stadtpräsident auch mit den Fortschritten, die in anderen Bereichen erzielt worden sind. Als Beispiele nennt er die Revision der Ortsplanung, die Neuausrichtung des Abwasserverbandes mit dem begonnenen Anschluss Haldens an die ARA Bischofszell und das Konzept für den Langsamverkehr, «dessen Realisierung viel Geduld erfordert, bei dem wir jetzt aber wissen, wohin die Reise geht».

Ob und wann das Geschäftsleitungsmodell eingeführt wird, steht laut Weingart trotz des zustimmenden Votums der Gemeindeversammlung noch nicht fest. Die Verlagerung von Aufgaben vom Stadtrat zur Verwaltung bedürfe intensiver Abklärungen, zumal dabei auch der finanzielle Aspekt eine wichtige Rolle spiele. Ein Fragezeichen stehe auch noch hinter der Zukunft des städtischen Altersheims Bürgerhof.

Haldenstrasse strapaziert die Nerven

Eine problemfreies Leben hatten Weingart und der Stadtrat aber auch 2018 nicht. Als Sorgenkind Nummer eins erwies sich einmal mehr die Haldenstrasse. Der Eindruck, dass in Sachen Hangrutschsanierung nichts geschieht, sei aber falsch, betont der Stadtpräsident.

«Es geht vorwärts, allerdings in kleinen Schritten», sagt Weingart. Er plädiert dafür, beim Versuch, das Problem zu lösen, nun auf Nummer sicher zu gehen. Die Schwierigkeit bestehe darin, dass man von der Realität dauernd eingeholt wird.

Für die Ungeduld der betroffenen Einwohner zeigt er Verständnis: «Ich habe gemerkt, dass es ein emotionales Thema ist, denn es geht um mehr als um eine Strasse.»

Rote Köpfe wegen neuer Parkplatzsituation

Gerechnet hat Weingart damit, dass sich am neuen Parkierungsreglement die Geister scheiden werden. Während die Umsetzung «reibungslos wie selten» erfolgt sei, habe es danach die zu erwartenden Reklamationen gegeben.

Weingart räumt ein, dass nicht alle Anordnungen der Weisheit letzter Schluss seien. Die Kritiker beruhigt er. In Stein gemeisselt sei nichts. «Wir schauen uns alles in Ruhe an und nehmen nach einem halben Jahr sinnvolle Anpassungen vor.»

Positiv bewertet Weingart den Umstand, dass Bischofszell dank Franz Eugster (CVP) seit diesem Jahr wieder im Grossen Rat vertreten ist. Und Anfang 2019 werde sich die Präsenz der Rosenstadt im Kantonsparlament sogar noch verdoppeln, wenn Corinna Pasche-Strasser (CVP) nachrücken wird.

Ausblick auf das Jahr 2019

Da 2019 für die Behörden eine neue, vierjährige Amtsdauer beginnt, wird sich der Stadtrat mit der Legislaturplanung zu befassen haben. Stadtpräsident Weingart spricht von einer «Phase der Konsolidierung, in der wir versuchen müssen, etwas Tempo rauszunehmen». Eine wichtige Aufgabe werde darin bestehen, nach dem Ja der Stimmbürger die Technischen Gemeindebetriebe in ein selbständig öffentlich-rechtliches Unternehmen überzuführen. So gelte es, die Mitglieder des Verwaltungsrates zu bestimmen und nötige Vertragsänderungen vorzunehmen. Das neue Jahr wird auch die öffentliche Debatte über die eingeleitete Revision der Ortsplanung bringen, wobei hier der Zonenplan und das Baureglement im Zentrum des Interesses stehen dürften. Der Stadtpräsident hofft, dass die Gemeindeversammlung im November darüber abstimmen kann. Im Jahr 2019 soll auch Bewegung in die Frage der Entlastungsstrasse kommen. Weingart beklagt, dass dieses Thema viele Ressourcen binde. Vorschläge gebe es, Geld fehle aber. «Ich möchte deshalb einen Grundsatzentscheid der Bevölkerung, ob das Projekt weiterverfolgt werden soll oder nicht.» (st)

Am Dienstag, 1. Januar 2019, 15 bis 17 Uhr, findet im Bürgersaal des Rathauses der Neujahrsapéro der Stadt Bischofszell statt.

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