Interview

«Wir haben genug Platz und müssen nichts einhagen», sagt Sascha Gloor vom Amriswiler Wochenmarkt

Am Donnerstagvormittag können alle Marktfahrer endlich wieder auf den Amriswiler Marktplatz zurückkehren. Ihr Vorsitzender nimmt Stellung.

Manuel Nagel
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Dreimal während des Coronalockdowns standen die Marktfahrer rund um den Marktplatz verteilt, aber auf privatem Grund.

Dreimal während des Coronalockdowns standen die Marktfahrer rund um den Marktplatz verteilt, aber auf privatem Grund.

Bild: PD/seh

Morgen Donnerstagvormittag kann der Wochenmarkt fast wieder im gewohnten Rahmen auf dem Amriswiler Marktplatz stattfinden. Was ist dennoch anders für die Besucher?

Sascha Gloor: Wir haben selbstverständlich ein Schutzkonzept. Aber da unser Markt offen ist und der Marktplatz genügend gross ist, müssen wir auch nichts einhagen. Wir könnten bis zu hundert Kunden aufs Mal haben, aber in der Regel sind es in Spitzenzeiten nur die Hälfte.

Fischhändler Sascha Gloor aus Dozwil ist der Vorsitzende des Marktvereins Amriswil.

Fischhändler Sascha Gloor aus Dozwil ist der Vorsitzende des Marktvereins Amriswil.

Bild: PD

Die letzten Wochen waren die Marktfahrer rund um den Marktplatz verteilt. Wie waren die Reaktionen der Kundinnen und Kunden?

Es gab schon vereinzelt Fragen, weshalb wir nicht alle auf dem grossen Marktplatz sein könnten. Aber laut Kanton durfte auf öffentlichem Grund halt nur ein einziger Marktstand stehen.

Was bedeutet das für Sie?

Ich musste kurzfristig mit den Anstössern rund um den Marktplatz verhandeln, damit wir deren private Plätze nutzen durften. Die Grundbesitzer waren alle sehr kooperativ gewesen.

Einige Standbetreiber hatten unter den vorherigen Bedingungen gar auf die Präsenz am Wochenmarkt verzichtet. Sind nun wieder alle dabei?

Ja, fast alle. Schochs mit den Beeren und Vollenweiders mit den Rosen kommen erst nächste Woche, wenn der Markt vor Auffahrt ausnahmsweise mal am Mittwoch stattfindet. Aber sonst bin ich mit dem Fisch da, Marianne Rutishauser mit ihren Eiern, Claudia Schletti bringt Oliven und Öl mit, die Bäckerei Mächler Brot, Reinharts verkaufen Fleisch und Tofu, La Pasteria Mercado frische Teigwaren. Die Gärtnerei Rutishauser kommt mit Pflanzen und Blumen und Hansjörg Ziegler hat Schafmilchprodukte im Angebot. Neu mit dabei ist Tobias Kräuchi mit Früchten und Gemüse.

Wie lief das Geschäft von Ihnen und Ihren Kollegen während des Lockdowns?

Diese drei Male während des Lockdowns lief das Geschäft normal – sogar eher gut. Die Kunden waren dankbar, dass wieder ein Markt stattfand.

Den Winter über bekam der Markt Asyl vor dem Amriville. Wie lautet da Ihr Fazit?

Wir sind dankbar, durften wir dort sein, als das «Amriswil on Ice» stand. Aber die Kundinnen und Kunden haben uns mitgeteilt, dass sie lieber wieder auf dem Marktplatz einkaufen.

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