Win-win-win-Situation beim HC Thurgau

Der HC Thurgau steigt mit einem 2:0-Heimsieg gegen die GCK Lions ins neue Jahr. Noch wichtiger als die drei Punkte ist hingegen die Vertragsverlängerung mit den Goalies Janick Schwendener und Nicola Aeberhard um weitere zwei Jahre.

Matthias Hafen
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Janick Schwendener ist nicht erst seit seiner Rückkehr im Frühjahr 2017 ein wichtiger Rückhalt für den HC Thurgau. Schon in der Saison 2014/15 spielte er 14 Partien für die Ostschweizer. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 15. September 2018)

Janick Schwendener ist nicht erst seit seiner Rückkehr im Frühjahr 2017 ein wichtiger Rückhalt für den HC Thurgau. Schon in der Saison 2014/15 spielte er 14 Partien für die Ostschweizer. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 15. September 2018)

Der HC Thurgau hat sich den Champagner für den 2. Januar aufgespart. Den Korken liess der Ostschweizer Swiss-League-Club am Mittwochabend vor dem Heimspiel gegen die GCK Lions knallen. Noch bevor der erste Puck eingeworfen war, wurde den 1412 Zuschauern die prickelnde Neuigkeit überbracht, dass die beiden Goalies Janick Schwendener und Nicola Aeberhard bis 2021 beim HC Thurgau bleiben. Zwei wichtige Punkte waren damit schon vor dem Spiel im Sack.

Der 26-jährige Schwendener ist seit dem Frühjahr 2017 und seiner Rückkehr zum HCT ein sehr wichtiger Rückhalt der Mannschaft. Vergangene Saison trug er massgeblich dazu bei, dass die Thurgauer die erfolgreichste Qualifikation seit 14 Jahren spielten. Und auch in dieser Saison gehört er zu den Besten seines Fachs in der Swiss League. Seine 2,36 Gegentreffer pro Spiel unterbieten nur Langenthals Philip Wüthrich und Ajoies Dominic Nyffeler. Mit einer Fangquote von 90,93 Prozent ist Schwendener solider Ligadurchschnitt – in einem Team notabene, das auf Platz sieben klassiert ist.

«Ich fühle mich hier zu Hause»

Lange mussten der HC Thurgau und Schwendener angeblich nicht verhandeln. «Ich fühle mich hier zu Hause», sagt die Nummer eins im Tor der Ostschweizer. «Ich habe hier von der ersten Minute an Vertrauen in mich und meine Leistung gespürt.» Dieses gibt er nun mit seiner Clubtreue zurück. Schwendener sagt, dass er sich gar nicht gross nach anderen Angeboten umgeschaut habe. «Selbst mit anderen Optionen hätte ich mich wohl für den HCT entschieden.»

Der ehemalige Davoser Junior, der beim HCD, Servette, Kloten und Bern schon NLA-Luft geschnuppert hat, macht zwar keinen Hehl aus seinem Wunsch, mal wieder in der höchsten Liga zu spielen. Aber: «Um jeden Preis muss es nicht mehr sein. Heute ziehe ich einen Job vor, in dem ich geschätzt werde.» Wie wohl sich «Schwendi» im Thurgau fühlt, zeigen auch seine Auftritte für den Club in der Öffentlichkeit. Er ist so etwas wie das Gesicht des HCT geworden.

Das Duo macht Trainer Mair glücklich

Nicola Aeberhard steht noch nicht im gleichen Masse im Mittelpunkt wie Schwendener. Der 23-Jährige ist aber drauf und dran, sich im Thurgau einen Namen zu machen. «Jedes Mal wenn ich ihn gebracht habe, hat er eine starke Leistung gezeigt», sagt Trainer Stephan Mair über seine Alternative im Tor. «Das ist extrem wertvoll.» Mair sagt, er befinde sich mit den beiden Goalies in einer glücklichen Situation. «Ich kann ohne Zwänge beide spielen lassen.» Etwas, das vergangene Saison mit dem deutlich unerfahreneren Tim Bertsche als Ersatz noch nicht möglich war.

Auch Nicola Aeberhard ist ein Rückkehrer. 2015/16 absolvierte der einstige Kloten-Junior 18 Meisterschaftspartien für den HC Thurgau. Nun entschied er sich, bis 2021 beim Swiss-League-Club aus der Ostschweiz zu bleiben. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 26. Oktober 2018)

Auch Nicola Aeberhard ist ein Rückkehrer. 2015/16 absolvierte der einstige Kloten-Junior 18 Meisterschaftspartien für den HC Thurgau. Nun entschied er sich, bis 2021 beim Swiss-League-Club aus der Ostschweiz zu bleiben. (Bild: Mario Gaccioli, Weinfelden, 26. Oktober 2018)

Auch beim 2:0-Sieg am Mittwoch gegen die GCK Lions stand Aeberhard im Tor und realisierte mit einer tadellosen Leistung seinen ersten Shutout beim HC Thu­rgau. «Wir haben ein super Team, das auf und neben dem Eis funktioniert», sagt er. Er habe seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert, «weil ich sehe, dass ich mit guten Leistungen auch Einsatzmöglichkeiten erhalte». Die Tore zum souveränen Sieg gegen den ersten Verfolger erzielten Gianluca Zanzi (6.) und Lars Frei (31./Powerplay). Das nächste Spiel bestreitet der HC Thurgau am Freitag um 20 Uhr daheim gegen Kloten.

Thurgau – GCK Lions 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1412 Zuschauer – SR Hungerbühler, Kehrli/Ammann.
Tore: 6. Zanzi (Hollenstein) 1:0. 31. Frei (Michael Loosli, El Assaoui/Ausschluss Geiger) 2:0.
Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 3-mal 2 Minuten gegen die GCK Lions.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Simon Seiler; Collenberg, Steinauer; Wildhaber, El Assaoui; Hänggi; Wydo, Rundqvist, Ryan; Merola, Vogel, Frei; Michael Loosli, Brändli; Janik Loosli; Hollenstein, Kellenberger, Zanzi; Moser.
GCK Lions: Guntern; Büsser, Sidler; Geiger, Peter; Braun, Andersson; Berni; Hayes, Kaj Suter, Chiquet; Lazarevs, Hardmeier, Puide; Cohen, Marco Suter, Kreis; Mathew, Raoul Seiler; Meier.
Bemerkungen: Thurgau ohne Fuhrer (zurück zu Rapperswil-Jona/NLA), Arnold, Engeler, Bahar (alle verletzt), Gurtner, Moosmann, Rattaggi (alle überzählig bzw. Farmteam). GCK Lions ohne Backman, Ulmann (beide ZSC Lions/NLA), Brüschweiler, Burger, Sigrist (alle U20-WM) und Riedi (verletzt).