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«So etwas habe ich noch nie erlebt»: Wildschweine zerstören den Fussballplatz in Berg

Auf dem Fussballplatz Meienägger suchten Wildschweine nach Futter. Sie zerstörten dadurch die Hälfte des Rasens. Beim Beheben des Schadens unterstützten Platzwart Fritz Küng auch Asylsuchende.
Sabrina Bächi
Der Rasen auf dem Fussballplatz in Berg hat am Mittwoch wie ein umgepflügter Acker ausgesehen. Die Hälfte des Rasens ist kaputt. (Bild: PD)

Der Rasen auf dem Fussballplatz in Berg hat am Mittwoch wie ein umgepflügter Acker ausgesehen. Die Hälfte des Rasens ist kaputt. (Bild: PD)

Damit hat Fritz Küng nicht gerechnet. Als er am Mittwochmorgen wie üblich seine Tour zum Fussballplatz Meienägger in Berg macht, erwartet den Platzwart eine zünftige Überraschung: Der halbe Fussballplatz sieht aus wie ein Acker.

«Ich bin seit 30 Jahren Platzwart und so etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Küng. Schnell war für ihn klar, dass hier Wildschweine am Werk waren. Küng informiert die Gemeinde.

«Fritz Küng kam bei mir vorbei und schilderte mir die Lage», sagt Max Soller, Gemeindepräsident von Berg. Dieser verwies ihn an den zuständigen Förster und verblieb mit der Abmachung, sich bei Bedarf nochmals zu melden.

Auf allen vieren über den Platz gekrochen

Schliesslich hat der Platzwart mit Unterstützung die Sache selbst in die Hand genommen. Küng erzählt:

«Insgesamt waren wir rund zehn Personen, die auf allen vieren auf dem Platz rumgekrochen sind, und die Rasenblätze von Hand wieder reingestopft haben.»

Auf dem Platz standen Revierförster Hansruedi Gubler und mehrere Asylsuchende sowie deren Betreuer. Auch vom Fussballclub kamen zwei Personen, um zu helfen. Die anstrengende Arbeit hatten die Helfer in rund vier Stunden erledigt.

Der Schaden hält sich in Grenzen

Vorgängig wurden die Junioren des Fussballclubs Berg spontan aufgeboten, am späten Nachmittag statt des Trainings auf dem Rasen die Löcher zu flicken. Doch das war schliesslich nicht mehr nötig. «Ich bin am späteren Nachmittag noch vorbei, um zu schauen, wie es aussieht, und es war bereits alles wieder In Ordnung», sagt Gemeindepräsident Soller.

Das Fazit der Aktion lautet: Schwein gehabt. Denn, was am Morgen noch schrecklich aussah, konnte dank der spontanen Hilfe innert wenigen Stunden wieder gerichtet werden. Der Schaden beläuft sich dennoch auf etwa 1500 Franken.

«Es hat immer noch Unebenheiten im Rasen. Das gibt in den kommenden Wochen auch noch einiges an Arbeit», sagt Küng. Denn, sobald die Hallensaison zu Ende geht, sollen die Spieler des Berger Fussballclubs die Grünfläche wieder nutzen können. Platzwart Fritz Küng resümiert:

«Wir hatten Pech, aber es ist toll, dass so viele geholfen haben.»

Keine Zahlungen vom Kanton

Obwohl der Platz durch Wildschweine verwüstet wurde, erhält der Verein keine Schadensausgleich vom Kanton. Roman Kistler, Leiter der kantonalen Jagd- und Fischereiverwaltung, weiss wieso. «Die Zahlungen gibt es nur, wenn landwirtschaftliche Flächen, Wald oder Nutztiere zu schaden kommen», sagt Kistler.

Roman Kistler, Leiter der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Roman Kistler, Leiter der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Thurgau. (Bild: Reto Martin)

Vom Wildschweine-Überfall auf den Fussballrasen hat er ebenfalls gehört. «Anscheinend muss es viel Fressbares unter dem Rasen gehabt haben», sagt Kistler. Wildschweine graben nur dort, wo es auch wirklich etwas zu fressen gibt, das riechen sie mit ihrer feinen Nase.

Wer einen Wildschweinschaden hat, soll das unbedingt beim Jäger melden. «Wir wissen, dass die Tiere gerne mehrfach ans gleiche Ort gehen. Ein Abschuss hat eine abschreckende Wirkung.»

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