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Wigoltingen feiert ein Fest fürs Dorf und den Sport

Das 4. Plauschschwingfest in Wigoltingen lockte am Samstag zahlreiche Besucher zum Festplatz beim Schützenhaus. Für die Teilnehmer steht der Spass im Vordergrund.
Monika Wick

Die Sache sieht nicht gut aus für Cyrill Rieser. Elmar Sturzenegger hat ihn im Schwitzkasten und versucht, ihn mit aller Kraft aufs Kreuz zu legen. Rieser versucht, dies mit vollem Körpereinsatz zu verhindern. Er dreht und windet sich so lange unter seinem Kontrahenten, bis sich sein Kopf fast vollends in den Haufen aus Sägemehl gebohrt hat.

«Geduldig bliibe, Elmi! Setz dis Gwicht i!»

rät ein Zaungast lautstark. Letztendlich gelingt es Rieser nicht, sich aus der misslichen Lage zu befreien, und verliert das freundschaftliche Kräftemessen.

Applaus ernten letztendlich beide Männer, die sich am 4. Plauschschwingfest beteiligen. Obwohl bei den Teilnehmern ein gewisser Ehrgeiz zu erkennen ist, steht hier tatsächlich die Freude am geselligen Zusammensein im Vordergrund.

Vom Firmenanlass zum Dorffest

«Das erste Plauschschwingfest haben wir vor etwa 17 Jahren mit unseren Lehrlingen, Söhnen und Kollegen vor der Käserei durchgeführt», sagt Conny Sturzenegger vom Sturzenegger Käsemarkt. Vor vier Jahren keimte in den Jungs der Wunsch, den Anlass nach Jahren der Vergessenheit wieder aufleben zu lassen. «Dreimal fand das Schwinget noch vor der Käserei statt. Aus Platzgründen haben wir dieses Jahr hier zum Schützenhaus gewechselt», sagt sie.

Dass das Vorhaben von langer Hand geplant wurde, zeigt sich am neuen Festplatz. Auf rund zehn Aren hat Landwirt Tobias Roth anstelle des geplanten Maises Gras gesät. «Das Plauschschwingen ist ein super Anlass, den ich sehr gerne unterstütze. Es bietet allen einen Einblick in den Sport», sagt er. Seine Begeisterung für den Schwingsport kommt nicht von ungefähr. Tobias Roth war früher selber aktiver Schwinger.

Derweil steigen Oliver Müller und Joshua Heubi in die währschaften Schwinghosen und zurren die ledernen Gurte stramm um die Taille. Nachdem sie sich die Hand gereicht habe, folgen die beiden den Anweisungen von Kampfrichter Andreas Zacher. Zimperlich gehen auch die beiden Männer nicht zur Sache, der Zweikampf ist rasch entschieden. Kollegial klopft der Sieger dem Unterlegenen das Sägemehl vom Rücken.

Pflege für den Sägmehlring

Schnell ist Michi Heubi zur Stelle. Mit seinem Rechen bringt er nach jeder Runde den Sägemehlring wieder in Form. «So haben die Schwinger einen besseren Stand und die Verletzungsgefahr ist kleiner. Zudem hilft es dem Kampfrichter, wenn der Boden eben ist», erklärt er.

Am diesjährigen Plauschschwingen nahmen 21 Männer teil, Frauen suchte man unter den Teilnehmern vergebens.

«Das Interesse scheint nicht da zu sein, es hat sich bisher noch keine Frau angemeldet»

sagt Sandro Martin. Besonders angetan ist der OK-Präsident von der Atmosphäre am Fest.

Diese geniessen auch Vreni und Armin Birkenmeier, die eigens für den Anlass von Bielersee angereist sind. «Wir sind mit drei Generationen hier. Unsere Tochter arbeitet im Service und das Enkelkind ist auch da», erklären sie. «Das Fest ist sehr idyllisch und familiär. Ein richtiges Dorffest eben.»

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