Wigoltingen feiert die Freiheit mit einem musikalischen und einem politischen Duo

Regierungsrätin Cornelia Komposch und Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann, sowie Hackbrettspieler Nicolas Senn und Pianist Elias Bernt waren die Stars der Feier am 1. August.

Manuela Olgiati
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Zwei Politikerinnen umrahmt von zwei Musikern: Elias Bernet, Cornelia Komposch, Sonja Wiesmann und Nicolas Senn.

Zwei Politikerinnen umrahmt von zwei Musikern: Elias Bernet, Cornelia Komposch, Sonja Wiesmann und Nicolas Senn.

(Bild: Manuela Olgiati)

Austausch, Begegnung und zwei Duette auf der Bühne: Die beiden Vollblutpolitikerinnen, Regierungsrätin Cornelia Komposch und Gemeindepräsidentin Sonja Wiesmann treten mit Festreden vor die rund 150 anwesenden Gäste der Wigoltinger Bundesfeier und die beiden Musiker, Pianist Elias Bernet und Hackbrett-Solist Nicolas Senn, sorgen mit «Hackbrett meets Boogie-Woogie» für Unterhaltung.

Die Feier findet mit einem Brunch des Feuerwehrvereins Engwang-Wagerswil im Festzelt beim Schulhaus Engwang statt. Es ist der erste grössere Anlass der Gemeinde nach dem Lockdown. Das Schutzkonzept stimmt perfekt, die Stimmung ist gut.

Jubiläumsfeierlichkeiten finden ihre Fortsetzung

Die politische Gemeinde Wigoltingen feiert dieses Jahr ihr 25-Jahr-Jubiläum, ein Vierteljahrhundert ist seit dem Zusammenschluss der vier Munizipalgemeinden vergangen. Die Gemeindepräsidentin sagt:

«Am Neujahrsapéro war die Initialzündung. Bisher konnte an der Buurefasnacht der erste Anlass stattfinden. Die weiteren Feierlichkeiten mussten wir wegen der Pandemie verschieben.»

Ihr ist dieser gesellige Anlass, passend zum Jubiläumsmotto «Miteinander statt Nebeneinander» wichtig. Die Gäste holen Brote, Fleisch, Käse, Eierspeisen und Fruchtspiessli vom Büffet. Die Festwirtschaft von Anita Gachnang und ihrem Team, den 57 Mitgliedern des Feuerwehrvereins Engwang-Wagerswil, wird gelobt.

Cornelia Komposch überbringt Glückwünsche.

«Freiheit ist das Vermögen, das willkürliche Handeln der Vernunft unterzuordnen.»

Mit diesem Zitat des Philosophen Immanuel Kant ermahnt die Regierungsrätin die Festgemeinde, die Situation nach Corona ernst zu nehmen.

«Die Coronapandemie hat uns vor Augen geführt, was Freiheit bedeutet. Für mich bedeutet Freiheit, über mich selber bestimmen zu können.»

Schliesslich gehe es auch um die Meinungen anderer. Die persönliche Freiheit war aber während des Lockdowns eingeschränkt, die Grenzen waren geschlossen, es herrschte ein Besuchsverbot innerhalb von Familien. Und es galt die Massnahmen auszuhalten. Jeder Schweizer und jede Schweizerin sei der Allgemeinheit verpflichtet. Sich auch darum zu bemühen, dass es der Gesellschaft gut gehe. Dies wiederum bedeute, dass Freiheit Grenzen habe und dass es die absolute Freiheit nicht gebe und nie geben werde.

Die Musiker haben derweil in der Pause nichts verlernt. Nicolas Senn sagt:

«Wir haben einfach die Instrumente
ein wenig abgestaubt.»

Zwei Stile vereinen sich. Humorvoll interpretiert die beiden Musiker, wie sie sich auf Piano und Hackbrett konkurrenzieren können.

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