Wenn es in der Nähe produziert wird, bringt es Sicherheit: Der Möhl-Patron betont in Arbon das Ausbleiben einer Lebensmittelknappheit

An der von 50 Personen besuchten 1.-August-Feier in Arbon ehrte die Stadt Freiwillige für ihr Engagement während der Coronakrise.

Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
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Ernst Möhl, Patron der gleichnamigen Mosterei und Thurgauer des Jahres bei seiner Festansprache.

Ernst Möhl, Patron der gleichnamigen Mosterei und Thurgauer des Jahres bei seiner Festansprache.

(Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Arbon hat die diesjährige Bundesfeier in einer etwas anderen Form begangen als bisher. Es war ein Anlass in abgespeckter Form, um die Sicherheitsauflagen in Bezug auf Corona gewährleisten zu können. Allerdings waren nur 50 Personen gekommen – 250 Plätze blieben frei im Seeparksaal am Samstagabend.

Gemeinsamer Gesang: Stadtrat Didi Feuerle zeigt sich auch optisch als Patriot.

Gemeinsamer Gesang: Stadtrat Didi Feuerle zeigt sich auch optisch als Patriot.

(Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Nichtsdestotrotz – der schlichte Rahmen tat der feierlichen Stimmung keinen Abbruch. Nach dem musikalischen Auftakt durch die Stadtmusik Arbon begrüsste Stadtpräsident Dominik Diezi die Besucherinnen und Besucher. Das Coronavirus war dann auch der Schwerpunkt seiner Rede. Gerade in einer solchen Krise seien Gemeinschaft und Zusammenhalt von besonderer Bedeutung. «Gesundheit, sinnstiftende Arbeit und gute soziale Beziehungen sind lebenswichtig», sagte er. So vermochten an diesem Abend das gemeinsam gesungene Thurgauerlied und die Nationalhymne ein ganz spezielles Heimatgefühl zu wecken.

Es fehlte nie an Lebensmitteln

In seiner Festansprache gab Ernst Möhl, Patron der gleichnamigen Mosterei und Thurgauer des Jahres, unter anderem zu bedenken, dass in den vergangenen fünf Monaten nie ein Mangel an Lebensmitteln bestanden habe. Er glaube, dass viele Konsumenten wieder mehr realisiert hätten, dass die Nahrungsmittel zumeist in der Nähe produziert würden und so auch eine grosse Sicherheit bestehe.

Im Namen des Stadtrates bedankte sich Diezi bei den unzähligen Einwohnerinnen und Einwohnern, die ihre Mitmenschen mit nachbarschaftlicher Hilfe während der Coronakrise unterstützt hatten. Das solidarische Handeln der Bevölkerung trage massgeblich dazu bei, dass die Krise bestmöglich gemeistert werden kann, betonte der Stadtpräsident.

Coronahelferin Evelyne Jung erhält von Stadtpräsident Dominik Diezi einen Präsentkorb.

Coronahelferin Evelyne Jung erhält von Stadtpräsident Dominik Diezi einen Präsentkorb.

(Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Geehrt wurden folgende Arboner Coronahelfer, welche im Vorfeld nominiert wurden: Monika Belz, Silvia Eugster, Yolanda und Thomas Hackebeil, Evelyne Jung, Patrick Kellenberger, Ferdi Korkmaz sowie Natascha und Marc Moser. Evelyne Jung durfte ein Präsent stellvertretend für alle Nominierten, die sich ehrenamtlich engagiert haben, entgegennehmen. Sie sagt:

«Für mich ist es selbstverständlich,
dort zu helfen, wo es nötig ist.»

Die Arboner Bundesfeier gibt es im Livestream auf www.facebook.com/StadtArbon.Gesellschaft
zum Nachschauen.

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