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Wenn die Beeinträchtigung kein Hindernis ist: Antonella Zaugg aus Bürglen beschäftigt Menschen mit Beeinträchtigung

Ob Fäden schneiden, Rollen aufwickeln oder Kunden bedienen: Die beiden Mitarbeiterinnen mit Beeinträchtigung sind in Antonella Zauggs Manufaktur eine grosse Unterstützung.
Manuela Olgiati
Eine gute Zusammenarbeit: Markus Zaugg, Institutionsleiterin Ursula Fust, Antonella Zaugg, Debora Huber und Anita Frei. (Bild: Manuela Olgiati)

Eine gute Zusammenarbeit: Markus Zaugg, Institutionsleiterin Ursula Fust, Antonella Zaugg, Debora Huber und Anita Frei. (Bild: Manuela Olgiati)

Aller Anfang ist eine Vision. Antonella Zauggs Vision war es, Menschen mit Beeinträchtigung in ihrer Manufaktur einzustellen. Dies ist ihr nun gelungen. Die 54-jährige Geschäftsinhaberin war früher Betreuerin in der Wohn- und Beschäftigungsstätte Lindenweg in Wigoltingen und bringt viel Erfahrung im Umgang mit Menschen aus einer sozialen Institution mit. «Ich wollte Menschen aus einer sozialen Institution mehr bieten», sagt Zaugg.

Nun arbeiten Anita Frei und Debora Huber vom Haus Miranda dreimal pro Woche am Morgen bei Antonella Zaugg, die in Bürglen an der Grubenackerstrasse 3 eine Manufaktur für das Autogurten-Upcycling führt. «Ich komme gern zu Antonella», sagt Anita Frei. «Die Arbeit gefällt mir», sagt auch Debora Huber.

Unkomplizierte Zusammenarbeit

Über Ursula Fust, welche die beiden Institutionen Lindenweg und Haus Miranda leitet, bestand bereits ein Kontakt. «Bei Ursula Fust rannte ich mit meiner Idee, Menschen mit Beeinträchtigung einzustellen, offene Türen ein», sagt Antonella Zaugg. Die Vorbereitung für diese Zusammenarbeit war von Beginn an unkompliziert, lobt Ursula Fust. «Interesse und Fingerfertigkeiten sind bei beiden Frauen vorhanden.» Die ideale Besetzung für diese Tätigkeiten.

Anita Frei und Debora Huber unterstützen Zaugg mit Arbeiten wie etwa dem Abschneiden der Endfäden bei den Autogurten. Auch beim Waschen oder beim Bedienen im «Lädeli» sind die Frauen dabei – mit sorgfältiger Anleitung durch Zaugg.

Es ist ein Geben und Nehmen. Zaugg betreut ihre Mitarbeiterinnen, einen Lohn erhalten sie aber nicht. Dafür steigere es das Selbstwertgefühl, wenn man einer sinnvollen Beschäftigung nachgehen kann, betont Fust. Das sei für die beiden Frauen sehr wichtig und positiv.

Über 60 verschiedene Artikel

Die Unterstützung der beiden Frauen aus Leimbach seit ein paar Monaten erleichtert viele Abläufe. Vor sechs Jahren machte Antonella Zaugg ihr Hobby vom Gestalten zum Beruf. Seither stellt sie aus alten Sicherheitsgurten neuwertige Produkte in Handarbeit her und entwickelt die Produktelinie weiter. Das kommt bei der Kundschaft an.

Über 60 verschiedene Artikel, vom Etui bis zur Handtasche, werden aus alten, gewaschenen Autogurten gefertigt. Die zündende Idee, daraus eine neuartige Hundeleine zu entwickeln, hatte damals Zauggs Sohn. Das Material sollte nachhaltig, robust und pflegeleicht sein. So wurde der Jana-Shop nach dem Namen der Hündin des Sohnes gegründet.

Die Anfragen für Produkte wurden mehr und so kam es zu der Zusammenarbeit mit dem Haus Miranda. «Ich rede gerne mit den Kunden», sagt Anita Frei. Stolz zeigt Debora Huber aufgerolltes Material. Endfäden abschneiden gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen von Debora Huber.

Neuster Hit: Nähsets für Schulen

«Sie arbeiten exakt», sagt Markus Zaugg. Der Ehemann von Antonella Zaugg hilft in seiner Freizeit in der Manufaktur mit. Dann, wenn es um die groben Arbeiten geht. Antonella Zaugg ist die Spezialistin an der Nähmaschine. Doch bis Autogurten im dreifachen Zickzackstich zugeschnitten und fertig genäht sind, benötigt es viele Arbeitsschritte.

Antonella Zaugg erhält kleine Aufträge von Firmen und Privaten, die oft eine Anzahl Accessoires oder Etuis bestellen. Der neuste Hit sind die Nähsets für Schulklassen. Die Produkte können im Internet oder am 14. September, am Herbstmarkt in Hohentannen gekauft werden.

Hinweis www.jana-shop.ch

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