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Wenn Bauern am Samstag güllen, dann stinkts den Bussnangern

Wenn Bauern am Wochenende güllen, gibt es auf der Gemeinde Stunk. Wegen verschiedener Meldungen aus der Bevölkerung reagiert nun Gemeindepräsident Ruedi Zbinden.
Sabrina Bächi
Thurgauer Bauern güllen mit Schleppschläuchen. Die meisten achten darauf, nicht am Wochenende die Gülle auszuführen. (Bild: Donato Caspari, 10. März 2015)

Thurgauer Bauern güllen mit Schleppschläuchen. Die meisten achten darauf, nicht am Wochenende die Gülle auszuführen. (Bild: Donato Caspari, 10. März 2015)

«Diese Nachricht hat eine gewisse Brisanz», sagt Ruedi Zbinden, Gemeindepräsident von Bussnang. Denn es geht um ein Thema, dass den Bussligern stinkt: Gülle. «Die meisten Landwirte halten sich daran, dass sie am Samstag ihre Gülle nicht ausführen», sagt Zbinden.

Doch es gebe vereinzelt immer wieder die Situation, dass es am Samstag nach Gülle stinkt. «Wenn das passiert erhalten wir auf der Gemeinde meist Meldungen», sagt er.

Eine höfliche Erinnerung

Ruedi Zbinden, Gemeindepräsident Bussnang. (Bild: Reto Martin)

Ruedi Zbinden, Gemeindepräsident Bussnang. (Bild: Reto Martin)

Dagegen wollte die Gemeinde nun etwas unternehmen. «Die Bauern tun ja viel für uns, ich finde es daher wichtig, sie nicht vor den Kopf zu stossen. Daher haben wir auf Anregung aus der Bevölkerung eine höfliche Erinnerung formuliert und im Gemeindeblatt veröffentlicht», erzählt Zbinden.

Es sei ja nicht verboten, aber die Leute wollen das Wochenende ohne üble Gerüche geniessen. Mit den guten Wetterberichten sollte es daher möglich sein, so zu planen, dass das Wochenende für alle geruchsfreundlich bleibe, meint der Gemeindepräsident.

Schönholzerswiler ziehen nach

Die Gemeinde Schönholzerswilen hat sich von dem positiv formulierten Vorstoss aus Bussnang inspirieren lassen. Fast wortgetreu steht diesen Monat dieselbe Meldung im «Liechtblick», dem Gemeindeblatt.

Fredy Oettli, Gemeindepräsident Schönholzerswilen. (Bild: Mario Testa)

Fredy Oettli, Gemeindepräsident Schönholzerswilen. (Bild: Mario Testa)

Fredy Oettli, Gemeindepräsident von Schönholzerswilen meint dazu: «Mir ist nicht bekannt, dass sich bei uns Einwohner über den Güllegestank am Samstag beschwert hätten. Aber wir hielten es für angebracht, präventiv darauf hinzuweisen, dass die Bauern darauf achten.» Einen kollegialen Hinweis nennt es Oettli.

«Wir können ja nicht sagen es ist schön in Schönholzerswilen – und dann güllt der Bauer am Samstag bei einem Einfamilienhausquartier», sagt er.

Andere Gemeinden kennen diese Probleme nicht. Sowohl Max Soller, Berger Gemeindepräsident, als auch der Wuppenauer Gemeindepräsident Martin Imboden wissen nichts von Gülle-Beschwerden. «Ich finde es ein schwieriges Thema», sagt Imboden. «Aber auch sehr gut von der Gemeinde Bussnang, in einem positiven Kontext auf die Thematik hinzuweisen.»

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