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Wenig Arbeit für die Schneckenfresser: Bei heissem Wetter sind die Laufenten der Romanshornerin Claudia Bischof wenig gefragt

Im Moment braucht die Tiere allerdings fast niemand. Zudem hat ihr der Fuchs in den letzten Tagen einen Strich durch die Rechnung gemacht.
Markus Schoch
Claudia Bischof mit einer ihrer Laufenten. (Bild: Markus Schoch)

Claudia Bischof mit einer ihrer Laufenten. (Bild: Markus Schoch)

Die Trockenheit in den letzten Wochen ist schlecht fürs Geschäft von Claudia Bischof. Denn es gibt relativ wenige Schnecken in den Gärten, die sich übers Gemüse hermachen. Und darum mietet bei ihr derzeit auch niemand Laufenten, auf deren Speisezettel die Weichtiere stehen. «Laufenten lieben Schnecken», sagt Bischof.

Aber auch in regenreicheren Sommern war die Nachfrage bis jetzt nicht allzu gross. Und wenn Bischof Kunden hatte, dann nur einmal: Die meistens schlossen die Tiere sofort ins Herz und schafften sich selber welche an.

Absolute Sicherheit gibt es nicht

Bischof hält bereits seit 20 Jahren Laufenten. Die Tiere haben viel und freien Auslauf - im grossen Garten von ihr und ihrem Mann Daniel im Weiler Holz sowie auf den Wiesen und Feldern in der Umgebung. «Sie sind bis jetzt immer zurück gekommen», sagt Bischof und lacht.

Ein Leben ohne ihre tierischen Begleiter kann sie sich kaum mehr vorstellen, auch wegen der Eier, die sie fast täglich im Entenhaus findet, wo die Tiere die Nacht verbringen - sicher vor Fuchs und Marder. Doch absolute Sicherheit gibt es nicht. Vor wenigen Tagen holte der Fuchs um 18 Uhr ein Männchen und ein Weibchen. Sein Appetit war gross: Bei den Nachbarn schnappte er sich gleich auch noch ein Huhn sowie eine Ente. Bischof hat jetzt noch fünf Tiere.

Nähe mögen die Tiere nicht

Die Laufenten können sich bei Claudia Bischof tagsüber frei bewegen. (Bild: Markus Scbhoch)

Die Laufenten können sich bei Claudia Bischof tagsüber frei bewegen. (Bild: Markus Scbhoch)

Besonders zutraulich sind ihre gefiederten Freunde nicht. Sie haben sich zwar an Bischof gewöhnt und machen keinen grossen Bogen um sie, wenn sich ihre Wege kreuzen.

«Aber streicheln lassen sie sich nicht gerne. Der Kuschelfaktor ist klein.»

Es gibt nur schon ein grosses Geschrei, wenn Bischof eines der Tiere in den Arm nehmen will. Und danach ist der Lärm noch grösser, so als würden sich die Enten über die Unverschämtheit von Bischof beklagen, einer von ihnen zu nahe gekommen zu sein.

Nur im Paar zu haben

Claudia Bischof vermietet die Laufenten mindestens für zwei bis drei Wochen. Einzeln kann man sie nicht haben, aber zu zweit. Pro Tag und Tier verrechnet sie 5 Franke inklusive Material. Kontakt: Claudia Bischof, Romanshorn, Telefon 079 782 04 91, claudia.bischof@hausfeen.ch.

Ansonsten sind die Enten aber unkompliziert im Umgang. Mieter müssten nur weniges beachten, sagt Bischof. Sie brauchten genügend Platz. «200 Quadratmeter für ein Paar wären schön. Je mehr, desto besser». Ist die Fläche klein, finden die Enten nicht genügend Schnecken und müssen stärker zugefüttert werden. Zudem sollte das Grundstück nicht mit Schneckenkörnern beziehungsweise Dünger belastet sein. Denn beides bekommt den Tieren nicht gut.

Viel zu tun geben die Enten nicht

Die Lauenten brauchen eine Wasserstelle. (Bild: Markus Schoch)

Die Lauenten brauchen eine Wasserstelle. (Bild: Markus Schoch)

Wichtig ist auch, dass sie irgendwo plantschen und trinken können, was allerdings kein Problem sein sollte. Denn im Lieferumfang des Paketes von Bischof ist ein Wasserbecken enthalten - ebenso wie ein Stall auf Rädern, ein Steckzaun und Futter.

Viel zu tun geben die Laufenten nicht, wenn man sie vorübergehend für zwei bis drei Wochen oder länger bei sich zu Hause als Gast hat, versichert Bischof. Man muss sie nur abends in den Stall bringen und ihnen morgens das Törchen wieder öffnen, Stroh einstreuen, ihnen frisches Wasser und Futter geben und wenn nötig das Wasser in der Wanne wechseln.

Bei genügend Auslauf ist der Kot kein Problem

Von Vorteil sei es ausserdem, «wenn man Freude an Tieren hat», sagt Bischof. Und auch in Kauf nimmt, dass die Enten einen Verdauungstrakt haben, an dessen Ende Kot steht. «Wenn die Tiere genügend Auslauf haben, verteilt er sich jedoch gut und stört nicht», sagt Bischof.

Laufenten vertragen sich meist nicht besonders gut mit Hunden, da sie deren Jagdinstinkt wecken. Bischof rät, Hunde an der Leine beziehungsweise auf Abstand zu halten. Auch Katzen gehen Laufenten aus dem Weg. «Sie gewöhnen sich aber aneinander», weiss Bischof aus eigener Erfahrung. Um vor Raubvögeln sicher zu sein, schätzen Laufenten, wenn sie sich unter einem Baum oder einem Strauch verstecken können - auch als Schutz vor der sengenden Sonne.

Wer Laufenten nimmt und den Frieden im Quartier wahren will, sollte im voraus das Gespräch mit den Nachbarn suchen, sagt Bischof. Denn die Tiere können laut schnattern.

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