Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Weltrekordversuch mit Riesen-BH

Der Verein Arschkarten Club aus Strohwilen will bei ihrem zweiten Burning-Ass-Fest die Holzfigur Burnina verbrennen. Damit sie nicht nackt auf dem Feld steht, soll ein pinker BH ihre Brüste bedecken.
Sabrina Bächi
Das Modell der Burnina: Pinker Riesen-BH, die Handtasche mit der Arschkarte und Zöpfe wird sie tragen. (Bild: PD)

Das Modell der Burnina: Pinker Riesen-BH, die Handtasche mit der Arschkarte und Zöpfe wird sie tragen. (Bild: PD)

Burnie hatte keinen Stock im Arsch – dafür eine Karte. Die sogenannte Arschkarte, nach der sich auch der Verein benannte. Dieser veranstaltete vergangenes Jahr zum ersten Mal das Burning-Ass-Fest. Die acht Meter grosse und selbst gebaute Holzfigur stand dabei im Mittelpunkt und wurde am Abend vor dem 1. August verbrannt. Dieses Jahr will der Verein das Spektakel noch überbieten. «An einer Vorstandssitzung diskutierten wir darüber, was wir dieses Jahr machen wollen», erklärt Daniel Schmid, Präsident des Arschkarten Clubs.

Nachdem nun ein Mann seinen Holzkopf hingehalten hat, soll es diesmal eine Frau sein. «Wir fanden, dass Burnina dann einen BH braucht, damit sie nicht nackt auf dem Feld steht», sagt Schmid lachend. Eine Idee führte zur nächsten und der Weltrekordversuch für den grössten handgestrickten BH war geboren. «Am nächsten Tag habe ich im Internet nachgeschaut, ob es so einen Weltrekord bereits gibt, das ist aber nicht der Fall», sagt Schmid.

Schulklassen stricken für den Rekord

Für die Fertigstellung des pinken BHs wurden zwei Schulklassen und ein Frauenverein angefragt. 115 Paar Hände stricken derzeit für Burninas Oberteil. «Der Frauenverein hat bereits 30 Blätze gestrickt. Wir dachten nicht, dass sie so schnell sind», sagt Chantal Hebeisen, Medienverantwortliche des Vereins. Wenn das so weiter gehe, dürfe Burnina vielleicht sogar noch Strümpfe anziehen, mutmasst Hebeisen lachend. Damit die Vereinsmitglieder ebenfalls ihren Beitrag zum Weltrekord beisteuern können, gibt es einen «Strickabend für Männer», sagt Daniel Schmid. Unter der Aufsicht einer Handarbeitslehrerin sollen so weitere Blätze für das Kleidungsstück entstehen.

Am Schluss soll der BH mit einem Unterbrustumfang von 7,3 Meter Länge und zwei Körbchen von je 1,5 auf 2,4 Metern Grösse aufwarten. «Wir konnten leider nicht eruieren, welche Körbchengrösse das ergibt», sagt Schmid schmunzelnd. Der Arschkarten Club wird dann die einzelnen 15 mal 15 Zentimeter grossen Blätze zusammennähen und den fertigen BH an die Holzfigur tackern.

Die Arschkarte steckt in der Handtasche

Bis es soweit ist, wird in Mauren die Holzfigur gebaut. «Wir haben sechs Abende und zwei Samstage für die Bauarbeiten eingeplant», sagt Schmid. Die Arbeiten für Burnina nehmen mehr Zeit in Anspruch als vergangenes Jahr für Burnie. Denn die Dame mit dem pinken BH bekommt lange Zöpfe aus Stroh und eine Handtasche. Darin hat sie, damenhaft, wie sie ist, die Arschkarte verstaut. «Die Karte im Füdli hätte bei Burnina nicht gepasst, da sie einen Rock trägt», erklärt der Präsident. Damit die grosse und schwere Figur nicht im Boden versinkt, wird ein Fundament aus Beton in die Wiese gegossen.

Pläne fürs nächste Jahr gibt es auch schon. «Wir dachten daran, dass sie vielleicht heiraten oder eine Familie gründen», sagt Schmid. Am 31. Juli wird dann ein Notar vor Ort sein und den allfälligen Weltrekord verkünden. Was aber, wenn das Projekt scheitert? «Dann haben wir die Arschkarte gezogen», sagt Chantal Hebeisen lachend.

Burnie brannte vergangenes Jahr lichterloh. (Bild: PD)

Burnie brannte vergangenes Jahr lichterloh. (Bild: PD)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.