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Weinfelder WEGA dieses Jahr ohne Säulirennen

Nach 30 Jahren ist Familie Langjahr nicht mehr mit von der Partie an der Wega. Sie ist enttäuscht von der Absage.
Mario Testa
Rosmarie und Rudolf Langjahr mit ihren Mini-Pigs. Diese geniessen den Schatten auf ihrem Balkon im grossen Gehege. (Bild: Mario Testa)

Rosmarie und Rudolf Langjahr mit ihren Mini-Pigs. Diese geniessen den Schatten auf ihrem Balkon im grossen Gehege. (Bild: Mario Testa)

«Am vieri find wieder s Säuliräne bim Wega-Buurehof statt!» Diese Durchsage wird an der diesjährigen Wega nicht mehr übers Gelände schallen. Säulirennen gibt es keine. Nach 30 Jahren in Folge, in denen Rudolf und Rosmarie Langjahr mit ihren Tieren an der Messe dabei waren, wurden sie dieses Jahr nicht mehr verpflichtet.

«Vor einem Monat hab ich ein Telefon von Hansruedi Osterwalder erhalten. Er hat gesagt, sie planen den Bauernhof dieses Jahr ohne das Säulirennen und Ponyreiten», sagt Rudolf Langjahr. Und seine Frau ergänzt: «Im ersten Moment haben wir schon leer geschluckt nach dieser enttäuschenden Mitteilung.»

Einen Erklärungsversuch für die Absage wagt Rudolf Langjahr: «Die Säulirennen haben sich für uns nicht mehr gerechnet. Mit den Wetten nahmen wir einfach zu wenig ein und deshalb haben wir beim Verband Thurgauer Landwirtschaft, der den Bauernhof organisiert, um finanzielle Unterstützung gebeten», sagt er.

«Wir haben auch angeboten, anstelle der bisherigen Boxen im Tierzelt, einen Streichelzoo einzurichten. Ganz offensichtlich wollten die Verantwortlichen beides jedoch nicht von uns.»

Diverse Neuerungen dank neuer Organisatoren

Der Wega-Bauernhof erfährt dieses Jahr einige Neuerungen. Allen voran sind es neue Organisatoren. War in der Vergangenheit das Thurgauer Landwirtschaftsamt für die Tierausstellung zuständig, ist es neu der Verband Thurgauer Landwirtschaft. Anstelle von Hans Stettler, der die Ausstellung während 47 Jahren organisiert hatte, steht nun Hansruedi Osterwalder in der Verantwortung.

Er bestätigt, dass Rodolfos Rennsäuli und Ponys nicht mehr dabei sein werden an der Wega. Er widerspricht jedoch der Darstellung von Familie Langjahr, die Organisatoren hätten sie einfach aus dem Programm gestrichen: Vor einem Jahr habe Rudolf Langjahr Osterwalder mitgeteilt, sein Engagement an der Wega lohne sich nicht mehr.

«Wir haben im Frühling diesbezüglich telefoniert. Herr Langjahr gab mir seinen Rückzug auf die Wega 2019 bekannt. Die Unterstützung durch den Wega-Bauernhof an Familie Langjahr war beträchtlich. »

Die Idee eines Streichelzoos anstelle der eingepferchten Tiere in der Halle nimmt Osterwalder auf.

Überholtes Konzept mit Tieren in Boxen

«Wir wollen die Tierausstellung umgestalten», sagt er. «Es wird nicht mehr so viele Tiere haben, dafür kommen die Besucher näher ran. Wir machen einen Streichelzoo mit landwirtschaftlichen Nutztieren wie Kälbern und Säuli. Dazu in einem anderen Gehege eine Herde mit vier Mutterkühe und wenn möglich mit einem Stier.»

Rodolfos Säulirennen fanden in den vergangenen Jahren jeweils direkt neben dem WEGA-Bauernhof stand. (Bild: Mario Testa, 29.9.2018)

Rodolfos Säulirennen fanden in den vergangenen Jahren jeweils direkt neben dem WEGA-Bauernhof stand. (Bild: Mario Testa, 29.9.2018)

Der Aufwand für den Streichelzoo sei gross: «Die Tiere brauchen Rückzugsmöglichkeiten, der Besucherstrom muss gelenkt sein und es braucht geeignetes Personal zur Betreuung des Streichelzoos. Es ist sehr anspruchsvoll, auch wegen des Tierschutzes.»

Langjahrs haben mit ihrem Rodolfo & Co. jahrzehntelange Erfahrung mit Streichelzoos. Dass sie diese nicht an der Wega mit einbringen können, enttäuscht sie. «Es wäre schön gewesen, wenn wir einen Streichelzoo für die Wega hätten machen dürfen», sagt der 65-jährige Rudolf Langjahr. Er und seine Frau begrüssen jedoch die angedachten Neuerungen. «Das bisherige Konzept mit den vielen Tieren in ihren Boxen ist einfach überholt», sagt Rosmarie Langjahr.

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