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Weinfelder stossen auf ihre Stadt an

Mit einem Apéro auf dem Marktplatz feiert die Bevölkerung ihre Stadtwerdung. Einheimische und Zugezogene stossen auf die neue Ära an. Der Musikverein Weinfelden umrahmt die Feier musikalisch.
Manuela Olgiati
Gespannt hören die Weinfelder und Weinfelderinnen den Reden von Stadtpräsident Max Vögeli und Regierungspräsident Jakob Stark zu. (Bild: Andrea Stalder)

Gespannt hören die Weinfelder und Weinfelderinnen den Reden von Stadtpräsident Max Vögeli und Regierungspräsident Jakob Stark zu. (Bild: Andrea Stalder)

Sommerliche Temperaturen am Samstagmittag, der Marktplatz ist gefüllt mit Weinfelderinnen und Weinfeldern. Friedlich die Stimmung. Dazu erklingt festliche Musik vom Musikverein Weinfelden. Ein perfekter Rahmen für die Festbesucher, um auf ihre Stadt Weinfelden anzustossen. Mit der neuen Gemeindeverordnung ist es per 1. Juni 2019 soweit: Die Geburtsstunde der Stadt Weinfelden, wie Regierungspräsident Jakob Stark sagt.

«Es lebe die Stadt Weinfelden – mehr als zentral!» Mit diesen Worten schliesst Max Vögeli seine erste Rede als Stadtpräsident. «Für Weinfelden ändert sich im Grundsatz nichts.» Doch historisch bedeutet es viel. Vögeli war der letzte Gemeindeammann, der einzige Gemeindepräsident und seit Samstag ist er der erste Stadtpräsident von Weinfelden.

Er spricht von einem emotionalen Tag. Einer Gemeinschaft anzugehören, wo man sich trifft, aufeinander zuzugehen und sich auszutauschen, werde in Weinfelden gelebt. Vom Dorf zur Stadt sind die Wege auch bei den Behörden kurz.

«Weinfelden profitiert bereits von einer städtischen Infrastruktur wie dem öffentlichen Verkehr, den Arbeitsplätzen, der Gastronomie, den kulturellen und sportlichen Angeboten, den Einkaufsmöglichkeiten oder dem Naherholungsgebiet.»

«Stadt werden – Weinfelden bleiben», zeigt sich Regierungspräsident Jakob Stark beeindruckt. Er hat persönliche Verbindungen zum Ort. In seiner Rede spricht er von der sechsten Stadt im Thurgau, die 2009 die 10000er Limite bei der Einwohnerzahl überschritten habe. «Weinfelden wollte aber ein Dorf bleiben.» Inzwischen leben 11500 Einwohner hier.

Weinfeldens Geschichte prägte den Thurgau mit Persönlichkeiten vor 220 Jahren. Der Grosse Rat tage zur Hälfte in Weinfelden, die Kantonalbank und das Verwaltungsgericht hätten ihre Sitze in der «heimlichen Hauptstadt», sagt Stark.

Selbstbewusst auftreten

Nun sei es Zeit, gegenüber Frauenfeld als Hauptstadt selbstbewusster zu werden, sagt Stark. Das Selbstbewusstsein stärken, ist vielen Weinfeldern wichtig. «Der Zeitpunkt der Stadtwerdung ist gut», sagt Beat Brüllmann, der Chef des Amtes für Volksschule in Frauenfeld. «Wir leben seit 40 Jahren zufrieden in Weinfelden», sagt Marlies Gafner, die mit ihrem Mann Horst an der Feier teilnimmt.

Katharina Schmitt-Stark und Heidi Stark, die Schwestern von Jakob Stark, mischen sich unter die Gäste. «Ein Besuch lohnt sich immer», sagt Schmitt, die vor ein paar Jahren in Weinfelden wohnte und viele Weinfelder kennt. Marion Kubli wohnt zwar in Kradolf und arbeitet in Frauenfeld. Eine Verbindung zur neuen Stadt hat sie durch den Musikverein. Auch die Weinfelderin Marianne Gerber lobt die Feier: «Die Leute und unser Ort passen zusammen.»

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