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Weinfelder Schulpräsident freut sich über ein Defizit

Die Weinfelder Primarschul- und Sekundarschulgemeinden müssen ihr Eigenkapital abbauen. An der Versammlung vom Mittwochabend haben die Stimmbürger die ersten Schritte dazu gutgeheissen.
Sabrina Bächi
Beat Gähwiler, Schulpräsident der Sekundarschule, freut sich über das erreichte Defizit in der Jahresrechnung (Bild: Mario Testa)

Beat Gähwiler, Schulpräsident der Sekundarschule, freut sich über das erreichte Defizit in der Jahresrechnung (Bild: Mario Testa)

Am Mittwochabend fanden immerhin 57 Grillmuffel und WM-Verweigerer den Weg in den Rathaussaal, um der Versammlung der Sekundarschule Weinfelden und später der Primarschule Weinfelden beizuwohnen. Auf den Abend eingestimmt werden die Anwesenden von der 3. Klasse vom Schulhaus Schwärze. Sie singen Lieder über den Zirkus. «Vielen Dank für die tollen Lieder, ich hoffe aber, dass wir heute Abend keinen Zirkus veranstalten», sagt Primarschulpräsident Thomas Wieland.

«Leider ist das Minus nicht ganz so gross wie erhofft.» Beat Gähwiler, Schulpräsident

Dann begrüsst Beat Gähwiler, Präsident der Sekundarschule Weinfelden die Stimmbürger und führt durch die Versammlung. Protokoll und Stimmzähler werden einstimmig gewählt. Dann folgt die Rechnung 2017. Voller Freude weist der Präsident darauf hin, dass endlich das langersehnte Defizit eingetroffen sei. Schulsekretär René Diethelm dämpft die aufgetretene Euphorie jedoch. Statt der ersehnten 1,2 Millionen Verlust, weist die Rechnung nur ein Defizit von rund 400'000 Franken aus.

Abbau des Eigenkapitals

Diethelm erklärt sogleich, weshalb für einmal ein Defizit erstrebenswert ist: «Die Sekundarschule hat ein Eigenkapital von rund sechs Millionen. Dieses soll abgebaut werden, weshalb vergangenes Jahr der Steuerfuss um zwei Prozent gesenkt wurde.» Die Reduktion des Steuerfusses auf 33 Prozent hat sich bewährt, sagt Diethelm. Dennoch habe es sehr gute Steuereinnahmen gegeben. Die Rechnung 2017 wird einstimmig angenommen.

Danach verabschiedet Beat Gähwiler mit Dankesworten Reinhard Schmocker. «Reinhard hat 44 Jahre lang unterrichtet und zum Wechsel auf das Schulmodell mit Niveaueinteilungen, wie es heute im Kanton üblich ist, federführend beigetragen», sagt Gähwiler.

Rechnung mit Überschuss

Im Anschluss eröffnet Thomas Wieland, Präsident der Primarschule Weinfelden, die zweite Versammlung. Dieses Jahr hat die Schulgemeinde die Rechnung 2017 mit einem Überschuss von rund 700000 Franken abgeschlossen. «Künftig gibt es aber keine positiven Abschlüsse mehr», betont Diethelm. Auch die Primarschule muss ihr Eigenkapital von elf Millionen abbauen. Die Rechnung 2017 wird von den 45 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern einstimmig angenommen.

Zum Ende von beiden Versammlungen werden die Anwesenden darüber informiert, dass beide Stellen der Schulpräsidenten von 35 auf 45 Stellenprozent aufgestockt werden. Der Grund: Die Arbeitsbelastung liege weit über den bisher angesetzten 35 Prozent. Mit der Erhöhung könne sichergestellt werden, dass die Arbeiten in einer regulären Arbeitszeit optimal erledigt werden können.

Die Bauprojekte der Primarschule

Die Primarschulgemeinde ist derzeit mit vier Bauprojekten beschäftigt. Das Primarschulzentrum Elisabetha-Hess steckt in den letzten Zügen. Mitte September findet die offizielle Einweihung statt. Ebenfalls im September erfolgt der Baustart im Schulhaus Schwärze. Drei Kindergärten entstehen dort.

An der vergangenen Versammlung gab es einige Einwände zum Neubau des Kindergartens Falkenstrasse. Diese Einwände hat die Behörde aufgenommen: Das Gebäude ist nun so geplant, dass ein weiterer Stock gebaut werden kann. Mit möglichen Mietern des oberen Stockwerks hat die Behörde bereits Kontakt aufgenommen. Die Urnenabstimmung zum Kindergarten ist im November angesetzt.

Der Neubau des Martin-Haffter-Schulhauses verzögert sich. Obligatorische Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass es im Bereich des Abwarthauses Verunreinigungen im Boden hat. Eine historische Untersuchung hat ergeben, dass zwischen 1937 und 1947 eine Kiesgrube an dieser Stelle war, die später mit Abfall aufgefüllt wurde. Zum Fussgängerstreifen bei der Bachtobelstrasse gibt es keine neuen Entwicklungen. Das Verfahren läuft. (sba)

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