Weinfelder Schulgemeinden sind finanziell auf dem Höhepunkt der fetten Jahre

Die Primar- und die Sekundarschulgemeinde Weinfelden schliessen das Jahr 2019 deutlich besser ab, als budgetiert. Dank hohen Reserven blicken die Präsidenten auch optimistisch in die Nach-Corona-Jahre.

Mario Testa
Drucken
Teilen
Schulsekretär René Diethelm, Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler und Primarschulpräsident Thomas Wieland.

Schulsekretär René Diethelm, Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler und Primarschulpräsident Thomas Wieland.

(Bild: Mario Testa)

Die Steuern schwemmten den Weinfelder Schulgemeinden im vergangenen Jahr viel Geld in die Kassen. Bei der Primarschulgemeinde war es eine Million mehr als budgetiert, bei der Sekundarschulgemeinde sogar noch etwas mehr. Sekundarschulpräsident Beat Gähwiler sagt dazu:

«Wir hatten fast eine Million Defizit budgetiert, um unser Eigenkapital abzubauen. Nun resultiert praktisch eine rote Null.»

«Mit Blick auf die Nach-Corona-Jahre mit tieferen Steuererträgen ist ein Polster aber sicher gut.» 5,74 Millionen Franken liegen bei der Sekundarschulgemeinde nach Abschluss der Rechnung auf der hohen Kante.

Den hohen Einnahmen steht auch ein erhöhter Mehraufwand gegenüber, vor allem die Zahlung in den kantonalen Finanzausgleich mit 2,85 Millionen sind hoch. «Das ist der Wermutstropfen der hohen Steuereinnahmen. Wir hatten mit 300'000 Franken weniger Ausgleichszahlungen gerechnet. Auch der Liegenschaftsaufwand war so hoch wie noch nie», sagt Schulsekretär René Diethelm. So resultiert in der Rechnung 2019 der Sekundarschulgemeinde bei Einnahmen von 14,26 Millionen und Ausgaben von 14,31 Millionen ein Defizit von 54300 Franken.

Neue Schulhäuser kosten viel Geld

Die Primarschulgemeinde verfügt nach Rechnungsabschluss sogar über ein Eigenkapital von 11,12 Millionen. «Ich denke jedoch auch, dass wir das Geld in den kommenden Jahren gut gebrauchen können. Die jährlichen Abschreibungen für die neuen Schulhäuser sind hoch», sagt Präsident Thomas Wieland.

Um 1,67 Millionen besser als budgetiert ist die Rechnung der Primarschulgemeinde ausgefallen. Ausgaben von 14,97 Millionen stehen Einnahmen von 15,35 Millionen gegenüber, was einen Überschuss von 380'000 Franken ergibt.

Verschoben auf September

Versammlung findet an einem Dienstag statt

Die Versammlungen der Sekundarschule und der Primarschulgemeinde finden nicht wie geplant am 24. Juni, sondern am 15. September im Rathaus statt. «Wir mussten andere verschobene Veranstaltung berücksichtigen, damit es nicht zur Terminkollision kommt. Deshalb finden die Versammlungen nun ausnahmsweise an einem Dienstag statt wie üblich an einem Mittwoch statt», sagt Schulsekretär René Diethelm. Den Entscheid zur Verschiebung habe man bei der Verabschiedung der Botschaften im April getroffen. «Zwar wäre es nun nachträglich gesehen auch möglich gewesen, die Versammlung doch schon im Juni durchzuführen. Aber wir bleiben beim Ausweichtermin im September», sagt Primarschulpräsident Thomas Wieland. 

Mehr zum Thema