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Weinfelder Kino auf dem Weg zur Spitze

Die Cinema-Theater Liberty AG feiert an ihrer heutigen Generalversammlung das 20-jährige Bestehen des örtlichen Kinos. Ganz im Gegensatz zum vergangenen Jahr soll dieses erfolgreich werden.
Janine Bollhalder
Die Architektur des Liberty Cinema Weinfelden fasziniert. (Bild: Donato Caspari)

Die Architektur des Liberty Cinema Weinfelden fasziniert. (Bild: Donato Caspari)

Alle Augen sind gebannt auf die Leinwand gerichtet. Popcornduft hüllt den Saal ein. In den hinteren Reihen wird heimlich gekuschelt.

Mit 418 Sitzplätzen verteilt auf drei Säle ist das Kino Weinfelden das grösste im Thurgau. Das Kinogebäude ist im Besitz der Cinema-Theater Liberty Weinfelden AG, welche in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen feiert.

«Da die Gründungsverwaltungsräte weder über die Zeit noch die Kompetenzen ein Kino verfügten zu führen, haben wir beschlossen, dass Gebäude zu vermieten.»

Das sagt Verwaltungsrat Rolf Bartholdi über die Anfänge des Kinobetriebs. Die Geschäftsführung wurde an Bruno Ugazio und Daniel Louis Meili übergeben. Vor 18 Jahren haben sie diese Aufgabe an Constans Schmölder weitergegeben.

Zuversicht trotzt miserabler Statistik

«Das Kinojahr 2018 war das Schlechteste seit die Zahlen aufgezeichnet werden», sagt Geschäftsführer Constans «Conny» Schmölder. Dennoch ist er sicher, dass die Besucherzahlen langfristig gesehen auf einem stabilen Niveau verharren.

«Wir werden sehen was passiert, wenn Netflix in den kommenden Monaten seine Vormachtstellung verliert.»

Er fürchtet kein Ende der Kino-Ära: «Laut verschiedenen Studien gehen besonders die Streamingdienst-Nutzer häufig ins Kino, da sie sehr film-afin sind.»

Seit seinen Anfängen hat sich das Kino Weinfelden verändert: Die Geschäfte und der Kinderhort im Foyer sind verschwunden. Geblieben sind die Rollstuhlgängigkeit sowie die drei Säle, welche einst die Namen «Marilyn», «Buster» und «Bogart» trugen. «Diese Namen haben sich nicht durchgesetzt», sagt Schmölder, «Wir nennen die Säle eins, zwei und drei.» Saal eins und zwei haben ihr Aussehen behalten, das Grün des kleinen Saals weichte jedoch der Farbe lila.

«Um den Bedürfnissen der Besucher gerecht zu werden, investieren wir laufend in neue Techniken», sagt Schmölder. Für kleinere sowie mittlere Betriebe können diese Anschaffungen zu einem Problem werden – nicht aber für Weinfelden: «In den erste vier Monaten dieses Jahres haben wir mit tollen Filmen eine grössere Nachfrage generiert, als ursprünglich gedacht.» 2019 habe das Zeug, ein richtig gutes Kinojahr zu werden, meint Schmölder.

«Wir machen das Kino wieder hip.»

Am 1. September wird schweizweit zum vierten Mal der «Allianz Tag des Kinos» gefeiert. «Wir haben noch vieles vor», kündet Schmölder an. Was er damit genau meint und was anlässlich des Jubiläums für die Öffentlichkeit geplant ist, will der Geschäftsführer aber noch nicht verraten. Nur so viel sei gesagt: «Es wird eine aufregende Zeit.»

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