Weinfelder Filmzyklus: 007 und die Schweiz

Die Kulturkommission und das Liberty Cinema zeigen Ende Oktober vier James-Bond-Filme, die mit der Schweiz im Zusammenhang stehen.

Drucken
Teilen
Der Furkapass diente als Drehort für «Goldfinger». (Bild: PD)

Der Furkapass diente als Drehort für «Goldfinger». (Bild: PD)

(red) Er mag es geschüttelt, nicht gerührt, entrinnt jeder noch so brenzligen Situation und hat eine Schweizer Mutter. Der britische Geheimagent James Bond verbindet vieles mit der Schweiz. Seit 2003 organisiert die Weinfelder Kulturkommission und das Liberty Cinema den Filmzyklus.

Dieses Jahr stellen sie die Schweizer Eigenheiten in den Actionfilmen vor. Oder hätten Sie gewusst, dass 007 sogar Schweizer Wurzeln hat? Ian Fleming, der Autor, hat seine Schweizer Verlobte, Monique Panchaud de Bottens, zur Mutter von Bond gemacht. Da sie keine Adelige war, durfte Fleming sie nicht heiraten. In den Filmen hat sie der Schriftsteller verewigt.

Eine Schweizerin ist erstes Bondgirl

Unvergessen ist der Auftritt von Ursula Andress 1962 im allerersten Bond-Streifen «Dr. No». Die Bernerin wurde zum Superstar und Inbegriff des Bondgirls. Rasante Verfolgungsfahrten wurden 1964 für den Film «Goldfinger» auf dem Furkapass und in Andermatt gedreht.

Das Pilatus Flugzeugwerk in Stans wurde zum Hauptquartier von Bösewicht Goldfinger. 1969 wurde das Schilthorn im Berner Oberland weltberühmt. Berühmt sind die Verfolgungsfahrten auf Skis, an der viele bekannte Skifahrer teilnahmen. Auch Bernhard Russi war dabei. Er brach sich bei einem Stunt den siebten Halswirbel und die Hand. Da er nun ohne Stöcke trainieren musste, wurde der Slalomspezialist zum Abfahrer und gewann zehn Monate später den Abfahrtsweltmeistertitel.

Weltbekannte Stuntszene für «Goldeneye»

1995 im Berner Oberland am Tälligstock wurde eine bekannte Stuntszene gedreht für den Film «GoldenEye»: Bond fuhr mit einem Motorrad hinter einem Pilatus Porter und sprang über die Felsen ins Flugzeug.

2009 drehte der Schweizer Regisseur Marc Forster den Bondfilm «ein Quantum Trost». Es ist der einzige Bondfilm, in dem in der englischen Originalform Schweizerdeutsch gesprochen wird. Anatol Taubmann telefoniert mit seiner Mutter.

Zwischen dem 22. und 29. Oktober sind die vier Bondfilme «Dr. No», «Goldfinger», «GoldenEye» und «ein Quantum Trost» im Liberty Cinema zu sehen.