Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Weinfelder Familienzentrum feiert

Familienzentrum sein 15-jähriges Bestehen mit einem grossen Fest. Die Institution hat sich über die Jahre zu einem beliebten Treffpunkt für Familien entwickelt.
Janine Bollhalder
Präsidentin Doris Brüschweiler mit der kleinen Jana im Familienzentrum. (Bild: Andrea Stalder)

Präsidentin Doris Brüschweiler mit der kleinen Jana im Familienzentrum. (Bild: Andrea Stalder)

Es ist laut, es herrscht grosser Trubel, es wird gelacht. Wie viele Kinder herumwuseln, ist schwer zu sagen. Eines läuft mit einer Reiswaffel durchs Spielzimmer. «Wir achten darauf, dass die Kinder im Cafeteria-Zimmer essen, aber manchmal sind sie zu abgelenkt, um daran zu denken», sagt Doris Brüschweiler, Präsidentin des Familienzentrums Weinfelden.

«Früher bin ich mit meinen eigenen Kinder hergekommen», sagt sie, «jetzt sind sie älter und ich habe wieder freie Kapazitäten. Helfende Hände werden hier immer gebraucht.»

Damit spricht sie auch die finanziellen Probleme des Zentrums an: «Die Gemeinde unterstützt uns gemäss Leistungsvereinbarung mit 12000 Franken. Dennoch sind wir auf rund 10000 Franken Spenden angewiesen», sagt Brüschweiler nachdenklich. Ein Teil davon werde von treuen Sponsoren gedeckt. Hinzu fügt sie: «Wenn wir an Projekten arbeiten, fliesst das Geld», als Beispiel nennt sie die Neugestaltung des Gartens Lindenparadies, «aber einfach für die Betriebskosten ist es schwierig.»

Kurse für Schweizer Eltern und Migranten

Das Familienzentrum Weinfelden ist seit 15 Jahren für jedermann offen. «Hauptsächlich sind es Mütter, welche mit ihren Kindern kommen. Ich schätze 90 Prozent», sagt Brüschweiler und erntet zustimmendes Nicken einer Besucherin. «Es gibt aber auch einen fleissigen Vater, der unsere Veranstaltungen besucht», fügt sie schnell an.

Die Kurspalette ist breit, vom Musizieren über Vorträge bis hin zu Sprachkursen: «Im Kurs ‹Zwergensprache› lernen die Eltern beispielsweise, was Kleinkinder mit ihren Lauten sagen wollen», erklärt Brüschweiler. Der kleine Gast am Boden schreit. Seine Mutter versteht und hebt ihn auf.

Doris Brüschweiler hofft auf mehr Mitglieder für das Familienzentrum. (Bild: Andrea Stalder)

Doris Brüschweiler hofft auf mehr Mitglieder für das Familienzentrum. (Bild: Andrea Stalder)

«Wir empfangen hier Kinder bis zum Vorschulalter. Aber manchmal kommen auch die grossen Geschwister mit.» Grössere Konflikte gäbe es nicht. «Einen Streit auszutragen gehört dazu. Das schenkt den Kindern Erfahrung im Umgang mit anderen und bereitet sie auf weitere Schritte im Leben vor», sagt Brüschweiler. Wenn es zu wild wird, können die Kinder sich im «Gumpiraum» austoben. Matratzen und Schaumstoff schützen vor Verletzungen.

Das Familienzentrum ist ein Begegnungsort: «Die Betreuungspersonen und Eltern können sich über ihre Erfahrungen austauschen.» Die Räumlichkeiten dienen deswegen auch der Integration. «Unser Vorstandsmitglied Slavica Lapcevic-Tomic hält Kontakt zu den Migrantinnen."

Auch wenn die ausländischen Gäste aus aller Herren Länder kommen, haben sie doch eines gemeinsam: In diesem Land sind sie fremd. Das schweisst schon zusammen.

Kontakte knüpfen können auch die Gäste der Jubiläumsfeier am Samstag (siehe Kasten). «Wir freuen uns, den neu gestalteten Garten zu präsentieren», sagt Brüschweiler. Im letzten Jahr hat das Familienzentrum 3700 Besucher verzeichnen dürfen. Auch wenn die Besucherzahlen stetig steigen, hofft Brüschweiler, dass der Verein durch das Jubiläumsfest weitere Mitglieder gewinnen kann: «Man muss nicht Mitglied sein, Vereinsmitglieder profitieren jedoch von Vergünstigungen.» Sie habe auch profitiert – von sozialen Kontakten und dem Austausch mit anderen Müttern.

Grosses Jubiläumsfest mit Garteneinweihung

Am 18. Mai sind Gäste aller Nationalitäten und Konfessionen zum grossen Jubiläumsfest zwischen 11 und 16 Uhr eingeladen. «Der Standort neben der katholischen Kirche Weinfelden ist zufällig. Wir sind ein konfessionsloser Verein.» Um 11 Uhr wird Ursi Senn-Bieri, Gemeinderätin und Gründungsmitglied des Familienzentrums, eine Ansprache halten. Auch Paul Roth, Generalsekretär des Departements für Erziehung und Kultur des Kantons Thurgau wird eine Rede halten. «Das Familienzentrum wird auch vom Kanton im Rahmen des Konzepts ‹Frühe Förderung› unterstützt», erklärt Brüschweiler. «Damit ist kein Vorschulenglisch gemeint», sagt sie, «es geht darum, dass die Kinder sozialen Umgang erlernen, Kontakte knüpfen sowie gemeinsam singen oder basteln.»

Hinweis: www.familien-zentrum.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.