Weinfelder Bibliothek hat eigene Lesezeichen: Gemalt haben sie Kinder

Die Regionalbibliothek Weinfelden hat einen Wettbewerb für Lesezeichen lanciert. Fast 300 Kinder haben sich beteiligt und ihre Vorschläge eingereicht. Nun hat eine Jury die sechs Sieger erkoren.

Sarina Kihm
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Bibliothekarin Rahel Ilg zeigt die Gewinner des Lesezeichen-Wettbewerbs.(Bild: Reto Martin)

Bibliothekarin Rahel Ilg zeigt die Gewinner des Lesezeichen-Wettbewerbs.
(Bild: Reto Martin)

Ob bunt oder schwarz-weiss, Tiermotiv, Meerjungfrau oder Buchstabensalat – Besucher der Regionalbibliothek Weinfelden dürfen sich ab sofort beim Ausleihen von Büchern eines von sechs Lesezeichen auswählen. Das Besondere: Kinder und Jugendliche konnten ihre Kreativität bei einem Wettbewerb ausleben und die Lesezeichen gestalten.

Eine Jury wählte daraufhin von 286 Einreichungen die sechs besten aus. Derzeit können alle eingereichten Lesezeichen während der Öffnungszeiten der Bibliothek angeschaut werden.

«Die Idee, unserer Kundschaft gratis Lesezeichen anzubieten, kam auf, da zahlreiche Bibliotheksbesucher nach Lesezeichen fragten»

sagt Bibliothekarin Rahel Ilg. «Um ihnen nicht nur Sudelzettel anbieten zu müssen, kam uns der Gedanke, einen eigenen Buchzeichenwettbewerb zu veranstalten.»

Völlige Freiheit für die jungen Künstler

Es gab ein einziges Kriterium, das die Kinder und Jugendlichen beim Gestalten der Buchzeichen zu beachten hatten. Die Zeichnung musste innerhalb der Vorlage liegen. Der Rest war den jungen Künstlerinnen und Künstlern freigelassen. 

«Sie durften eigentlich machen, was sie wollten. Was uns die Auswahl von sechs Lesezeichen unter den vielen Einreichungen nicht erleichterte.»

sagt Ilg. Eine dreiköpfige Jury entschied schliesslich, Lesezeichen möglichst aus allen Altersklassen auszuzeichnen. Die sechs Preisträger erhielten je 20 Exemplare des eigenen Lesezeichens.

Kinder bestaunen ihre Werke

Mit dem Wettbewerb wollte die Regionalbibliothek Weinfelden Kinder und Jugendliche dazu anregen, sich mit der Bibliothek identifizieren zu können. «Wir hoffen natürlich schon, dass Kinder so von sich aus öfter in die Bibliothek kommen wollen, um ihr eigenes Buchzeichen zu bestaunen», sagt Ilg.

Alle Lesezeichen sind in der Bibliothek ausgestellt. (Bild: Reto Martin)

Alle Lesezeichen sind in der Bibliothek ausgestellt. (Bild: Reto Martin)

Sie erhofft sich damit eine lesefördernde Wirkung. Ausserdem profitiert die Bibliothek von einem Werbeeffekt, weil das eigene Logo auf der Rückseite ersichtlich ist.

Die Lesezeichen werden fleissig mitgenommen. Wie lange die Lesezeichen verfügbar sind, kann Rahel Ilg nicht genau sagen. «Wir haben 2500 Exemplare gedruckt. Je nach Interesse können wir aber auch nochmals Exemplare nachdrucken. Und sonst gilt einfach: Es hät, solang’s hät.»