Weinfelden wählt das erste Stadtparlament - Portrait der Liste 3 FDP

Bei der FDP mit der Liste 3 treten fünf der sechs Bisherigen zur Wiederwahl ins Stadtparlament an. Die Partei setzt auf Anreize statt Verbote.

Mario Testa
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Innocenzo Castaldi, Simon Engeli, Markus Schönholzer, Melanie Huber, Martin Brenner, Beat Brüllmann, Daniel Borner, Dominique Bornhauser, Michèle Strähl, Roger Hubschmid, Roland Lemmenmeier, Martin Lüthy, Thomas Wieland, Simone Brunschweiler und Tobias Greminger. (Bild: PD)

Innocenzo Castaldi, Simon Engeli, Markus Schönholzer, Melanie Huber, Martin Brenner, Beat Brüllmann, Daniel Borner, Dominique Bornhauser, Michèle Strähl, Roger Hubschmid, Roland Lemmenmeier, Martin Lüthy, Thomas Wieland, Simone Brunschweiler und Tobias Greminger. (Bild: PD)

Welches Ziel hat sich die FDP für die Wahlen gesetzt?

Michèle Obrist: Wir haben bei den vergangenen Wahlen einen Sitz hinzugewonnen. Unser Ziel ist es, die sechs Sitze zu halten.

Treten alle Bisherigen zur Wiederwahl an?

Michèle Strähl, Präsidentin der FDP Weinfelden (Bild: PD)

Michèle Strähl, Präsidentin der FDP Weinfelden (Bild: PD)

Fünf unserer sechs Parlamentarierinnen und Parlamentier treten wieder an. Einzig Marcel Tanner hat sich entschieden, nach 18 Jahren im Amt kürzerzutreten.

Haben Sie auf die Verteilung Frau/Mann beim Zusammenstellen der Liste geachtet?

Der FDP war es wichtig, motivierte Personen zu gewinnen, welche sich mit den freisinnigen Werten wie Gemeinsinn, Freiheit und Fortschritt identifizieren. Dabei stand bei uns nicht das Geschlecht, sondern die Person als Individuum mit all ihren Fähigkeiten im Vordergrund. Wir haben jedoch mehr Frauen als Männer angefragt – nur leider haben uns etliche tolle Frauen mit Verweis auf die zeitlichen Ressourcen eine Absage erteilt.

Zu welchen Themen möchten Sie sich im Parlament besonders einbringen?

Die Vertreter und Vertreterinnen der FDP werden sich für freiheitliche und nachhaltige Entscheide einsetzen. Insbesondere werden sie aber auch den massvollen Umgang mit Steuergeldern im Blick haben und stets prüfen, ob die geplanten Investitionen im Verhältnis zum Nutzen stehen.

Wahlen am 31. März

Das Weinfelder Stadtparlament umfasst 30 Sitze. Am 31. März sind die Weinfelder Stimmbürger aufgerufen, die Legislative neu zu bestellen. Es kandidieren 155 Personen auf neun Listen. In diesen Tagen stellt sich jede Liste in einem Interview mit der jeweiligen Parteipräsidentin oder dem Parteipräsidenten vor. Die Reihenfolge der Parteiportraits entspricht den Listennummern. Für die FDP, Liste 3, beantwortet Präsidentin Michèle Strähl die Fragen. (red)

Welchen Stellenwert messen Sie der Klimapolitik zu?

Die Klimadebatte hat einen zunehmend hohen Stellenwert, zumal die Problematik nicht geleugnet werden kann. Wir als Weinfelder FDP sind der Ansicht, dass jeder Einzelne diesbezüglich die Eigenverantwortung wahrnehmen sollte. Dazu kann gegebenenfalls ein Anreiz-, nicht aber ein Verbotssystem beitragen.

Welche Erfolge konnten Sie in der laufenden Legislatur im Parlament verbuchen?

Die Parlamentarier der FDP haben sich mit konstruktiven Lösungen in die Kommissionsarbeit eingebracht und zu bürgerlichen Mehrheiten im Parlament beigetragen, insbesondere bei der Revision des Baureglements und des Zonenplans sowie der Gemeindeordnung.

Liste 3, FDP

- Martin Brenner, Selbständiger Unternehmer (bisher)
- Beat Brüllmann, Chef Amt für
Volksschule (bisher)
-Simone Brunschweiler, Physiotherapeutin (bisher)
- Tobias Greminger, Gold- und Silberschmied (bisher)
- Markus Schönholzer, Wirtschaftingenieur (bisher)
- Daniel Borner, Direktor GastroSuisse
- Dominique Bornhauser, Seklehrerin
- Innocenzo Castaldi, Bauingenieur
- Simon Engeli, Betriebsökonom
- Melanie Huber
, Wirtschaftsprüferin
- Roger Hubschmid, Leiter Organisationsentwicklung Stadt St. Gallen
- Roland Lemmenmeier, Kaufmann
- Martin Lüthy, Bankfachmann
- Michèle Strähl-Obrist, Rechtsanwältin
- Thomas Wieland, Wirtschaftstechniker