Weinfelden
Schnelle Kinder am Finale der Jubiläums-Öpfel-Trophy

Am Freitag fand das sechst und letzte Rennen der diesjährigen Thurgauer OL-Reihe statt. Am Nachmittag suchten sich die Schulkinder ihren Weg durch die Stadt, am Abend dann die Elite- und Hobbyläufer.

Mario Testa
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Die beiden 5.-Klässlerinnen Laura und Fabia starten zu ihrem OL-Lauf. Dahinter erklären die Helfer den nächsten Starten die Karte.

Die beiden 5.-Klässlerinnen Laura und Fabia starten zu ihrem OL-Lauf. Dahinter erklären die Helfer den nächsten Starten die Karte.

Bild: Mario Testa

«Orientierungslaufen ist cool. Kommt aber schon drauf an, wie lange es dauert», sagt 5.-Klässlerin Fabia. Mit ihrer Klassenkameradin Laura hat sie soeben ihren Lauf beendet und ist noch etwas aus der Puste. «Wir haben alle Posten gefunden – mit es ‹Bitzeli› Hilf», ergänzt Laura.

Die Läufe der über 400 Weinfelder Primarschulkinder und Sekundarschüler aller drei Schulhäuser gehören zur Öpfel-Trophy. Diese Laufserie feiert dieses Jahr ihr Jubiläum, schon zum zehnten Mal findet sie statt – wenn diesmal auch in verkürzter Form. «Normalerweise haben wir zehn Läufe pro Jahr. Diesmal sind es coronabedingt nur sechs, da vor den Sommerferien noch nichts ging», sagt Organisator Heinz Stuber.

«Wir haben dafür zwei Läufe kurzfristig in den Sommerferien noch rein genommen, die auf ein erstaunlich gutes Echo stiessen.»
Sind seit Beginn der Öpfel-Trophy dabei: Die Mitorganisatoren Peter Schoch, Heinz Stuber und Felix Engeler.

Sind seit Beginn der Öpfel-Trophy dabei: Die Mitorganisatoren Peter Schoch, Heinz Stuber und Felix Engeler.

Bild: Mario Testa

Das Erfolgsrezept der Öpfel-Trophy sei die Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen. Im Fall von Weinfelden ist es der Schlittschuhclub. «Wenn die Vereine es schaffen, viele Teilnehmer zu mobilisieren, dann haben wir viele Läufer und sie einen tollen Umsatz in der Gastwirtschaft», sagt Stuber. Nach eineinhalb Jahren Pause spüre er aber schon einen leichten Rückgang bei den Teilnehmerzahlen. «Waren es zuvor jeweils etwa 800 pro Station, sind es dieses Jahr eher knapp 600.»

Bekanntheit hilft bei der Planung

Gelaufen wird an der Öpfel-Trophy nicht im Wald, sondern mitten durch Dörfer und Städte. Peter Schoch aus dem Organisationskomitee kommt dabei die Aufgabe zu, im Vorfeld mit den Grundbesitzern zu reden und zu fragen, ob die Läufer beispielsweise über ihre Plätze oder durch die Gärten laufen dürfen. «Unterdessen sagen fast alle Angefragten Ja. «Vor zehn Jahren war das noch etwas schwieriger, aber mittlerweile kennen die Leute die Öpfel-Trophy», sagt er. Anhand der Zu- und Absagen zeichnet er dann die Karten mit Sperrfeldern und erlaubten Passagen sowie den anzulaufenden Posten.

Helfer und Lehrer erklären den Jugendlichen vor dem Start die Karte.

Helfer und Lehrer erklären den Jugendlichen vor dem Start die Karte.

Bild: Mario Testa

Gemessen werden die Läufer alle digital. Jeder trägt an einem Finger einen Badge, den er bei den Posten jeweils nur noch hinhalten muss. «Dadurch ist die Auswertung der Läufe viel einfacher geworden. Im Gegenzug müssen wir die Bahnen aber vorgängig im System eintragen», sagt Schoch. Alle rund 20 bis 28 Posten müssen der Reihenfolge nach absolviert werden, sonst setzt es eine Disqualifikation.

Insgesamt zehn verschiedene Bahnen haben die Organisatoren über Weinfelden verteilt. Für jedes Leistungsniveau einen passenden. Angefangen beim zwei Kilometer kurzen für die jüngeren Schulkinder und Familien bis zum vier Kilometer weiten für die Eliteläufer.

Die fruchtigste OL-Trophy

Die Öpfel-Trophy preist sich selbst als fruchtigste OL-Trophy der Welt an. Dank der vielen Sponsoren gibt es für die Teilnehmer auch immer fruchtige Geschenke im Ziel. Auch die beiden 5.-Klässlerinnen Laura und Fabia bedienen sich zum Schluss dankbar am bereitgestellten Apfelsaft und den Säcklein mit Öpfelringli und Müesli.

Grosse Freude beim Zieleinlauf. Diese Primarschülerinnen haben es fast geschafft.

Grosse Freude beim Zieleinlauf. Diese Primarschülerinnen haben es fast geschafft.

Bild: Mario Testa

Für die Durchführung der Läufe stehen rund 50 Helfer im Einsatz. Sie stammen aus den drei Vereinen OL Amriswil, OL Regio Wil und Thurgorienta.

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