WEinfelden
Sanierung abgeschlossen: In der Sporthalle Güttingersreuti wird nun sicherer und moderner geturnt

Seit 2018 wird die Sporthalle im Osten der Stadt saniert. Nun ist die Sanierung mit einem Kredit von 3,5 Millionen Franken abgeschlossen. Vieles, was neu ist, ist nicht unbedingt sichtbar. Die Sanierung steckt hier im Detail.

Sabrina Bächi
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Die Sporthalle Güttingersreuti wurde für knapp vier Millionen saniert.

Die Sporthalle Güttingersreuti wurde für knapp vier Millionen saniert.

Bild: Mario Testa

Pünktlich mit dem Ende der Sommerferien konnten auch die Sanierungsarbeiten in der Sporthalle Güttingersreuti fertiggestellt werden. Seit 2018 hat man in mehreren Etappen einiges an der Halle saniert. Doch das meiste davon sieht man gar nicht.

Thomas Bornhauser, Stadtrat Weinfelden

Thomas Bornhauser, Stadtrat Weinfelden

Bild: PD
«Es ist natürlich schwierig zu erklären, wo denn die 3,5 Millionen Franken investiert wurden, wenn man es nicht sofort sieht.»

Das sagt Thomas Bornhauser, Weinfelder Stadtrat mit Ressort Hochbau. Doch die Sanierung steckt hier eben im Detail.

Einiges, das angepasst wurde, hat mit der Sicherheit zu tun, erklärt Thomas Gimmi vom Bauamt. Erdbebensicherheit und Brandschutz standen hier an erster Stelle. Diese Anpassungen wurden bereits früh umgesetzt. Weiter wurde die Dämmung verbessert sowie die Audiotechnik komplett erneuert. «Mittlerweile kann ich zum Beispiel das Licht der Halle von zu Hause aus über das Handy steuern», sagt Sportwart Daniel Zelger. Die sogenannte Gebäudeautomation erleichtert ihm und seinem Team nun die Arbeit.

Doch die Sanierung unter Betrieb hat den Hausdienst sehr auf Trab gehalten. «Es gab mehr Arbeit als sonst und einige kleinere Notfalleinsätze, wir haben immer wieder mal geholfen, wo es nötig und sinnvoll war», sagt Zelger.

Die sanitären Anlagen erneuert

Vor etwas mehr als einem Jahr starteten die Bauarbeiten im Nordtrakt. Der Kraftraum wurde ersetzt und an seiner Stelle gibt es nun mehrere Lehrergarderoben. Des Weiteren wurden alle sanitären Anlagen erneuert. «Früher mussten die Sportwarte immer durch das Damen-WC in den Putzraum», erklärt Thomas Gimmi die Ausgangslage.

Das sei überhaupt nicht sinnvoll oder praktikabel. Nun haben Zelger und sein Team einen grossen Raum, in dem diverse Putzmittel und Putzutensilien gelagert werden können. Eine Erleichterung, wie der Sportwart sagt. Auch die Bodenheizung in den Duschbereichen der Garderoben erleichtern die Arbeit von Zelgers Team.

Valentin Hasler, Daniel Zelger, Thomas Bornhauser und Thomas Gimmi sitzen auf der Tribüne.

Valentin Hasler, Daniel Zelger, Thomas Bornhauser und Thomas Gimmi sitzen auf der Tribüne.

Bild: Sabrina Bächi

Neu gibt es acht Garderoben

Die Garderoben wurden in der zweiten Etappe angepasst. «Es ist heute auch nicht mehr möglich, dass der Trainer oder Lehrer sich in der gleichen Garderobe umzieht wie die Kinder im Fussballklub», sagt Stadtrat Bornhauser. Neu gibt es deshalb deren acht. «Das bietet auch den Vereinen mehr Flexibilität», sagt Stadtrat Valentin Hasler, der im Ressort Sport, Kultur und Tourismus vor allem mit den Belangen der Vereine zu tun hat.

Allgemein habe man beim Umbau versucht, die Wünsche der Vereine einzuholen und, wo möglich, auch umzusetzen. Ein Beispiel dazu zeigt Thomas Gimmi im Keller. «Die Ringer können nun mittels dieses Knopfes die Belüftung selbst einstellen», sagt er. Das bringt den Vorteil, dass sie die Lüftung im fensterlosen Raum individuell auf ihr Training anpassen können.

Der Hallenboden wurde von Hand bepinselt

Thomas Gimmi erzählt von kilometerlangen Elektrokabeln, welche die Arbeiter aus den Wänden gezogen und danach neu verlegt haben. Von Fachleuten, die von Hand die Bodenlinien in der Halle gepinselt haben. Er erzählt von Verkettungen in der Planung, weil etwa wegen des Brandschutzes der Getränkeautomat anstelle eines Materialkastens eingebaut werden muss.

Thomas Gimmi, Bauamt Weinfelden

Thomas Gimmi, Bauamt Weinfelden

Bild: PD
«Wohin dann mit dem Material? Das war ein Rattenschwanz», sagt Gimmi.

Am Ende konnte man die Bauarbeiten aber gut abschliessen. Und das nicht nur im sichtbaren Teil der Sporthalle, sondern auch im Keller, wo die Heizung komplett neu ist. «Was noch fehlt, ist der Anschluss ans Fernwärmenetz», sagt Stadtrat Thomas Bornhauser. Dieser soll nächstes Jahr folgen. Dann wird die Gütti zur Schaltzentrale für das Fernwärmenetz, bei dem alle Sporthallen angeschlossen sind. Der grosse Kellerraum dafür steht schon bereit.

Bornhauser ist sichtlich stolz auf dieses Projekt. Als Energiestadt habe man einige energetische Verbesserungen erreicht. «Zudem haben wir die Originalarchitektur wie etwa die Backsteinwände erhalten, aber das Gebäude für den Hausdienst und die Vereine optimiert», sagt er. Bisher habe man viel Gutes und nur von kleinen Mängel gehört. Auch die rund zehn Vereine, die die Gütti nutzen, seien zufrieden, sagt Stadtrat Valentin Hasler.

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