Weinfelden
Martin Vock verabschiedet sich vom Vivala

Nach zwei Amtsperioden übergibt der Stiftungsratspräsident der Stiftung Vivala sein Amt an Christoph Rutschmann. Auf dem Campus im Osten von Weinfelden stehen weitere grosse Bauprojekte an.

Mario Testa
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Martin Vock überreicht seinem Nachfolger Christoph Rutschmann einen Rosmarin-Strauch vor dem ersten, fertigen Neubau der Stiftung Vivala.

Martin Vock überreicht seinem Nachfolger Christoph Rutschmann einen Rosmarin-Strauch vor dem ersten, fertigen Neubau der Stiftung Vivala.

Bild: Mario Testa

«Ich bin vor neun Jahren angetreten, um die Bauphase im Vivala zu begleiten», sagt Stiftungsratspräsident Martin Vock. Die Baupläne haben sich in dieser Zeit jedoch etwas verzögert und so kann er bei seinem Abgang noch kein fertig umgebautes Vivala an seinen Nachfolger Christoph Rutschmann übergeben. «Zwei Amtsperioden zu bleiben hatte ich von Anfang an im Sinn, ich will nicht bis 70 weitermachen», sagt der 64-Jährige.

Auch wenn die Baustellen im Vivala noch längst nicht abgeschlossen sind, kann Vock auf eine erfolgreiche und intensive Zeit als VR-Präsident der Stiftung Vivala zurück blicken. «Ich durfte das 125-Jahr-Jubiläum 2017 und die Namensänderung von Friedheim zu Vivala begleiten. Zudem haben wir Strukturell grosse Anpassungen vorgenommen, die sich bewähren.» Er habe von seiner Vorgängerin Susanne Brunschweiler sehr gute Grundlagen für die Bauprojekte übernommen und hoffe, seinem Nachfolger nun ebenfalls gute Grundlagen für die Infrastruktur und den Betrieb der Stiftung übergeben zu können.

Martin Vock und Geschäftsleiter Dave Siddiqui anlässlich des Starts zu den Bauarbeiten im «Vivala».

Martin Vock und Geschäftsleiter Dave Siddiqui anlässlich des Starts zu den Bauarbeiten im «Vivala».

Bild: Mario Testa (Weinfeldne, Mai 2019)

Ein Symbol hat Martin Vock bei der Amtsübergabe ebenfalls von seiner Vorgängerin übernommen. Er hatte bereits eine Pflanze erhalten, und ein junges Rosmarin-Stöcklein übergibt er nun seinerseits an Christoph Rutschmann. «Ich möchte ihm etwas schenken, das nicht gerade verwelkt. Er kann den Rosmarin einpflanzen und über Jahre wachsen lassen, wie auch das Vivala gedeihen soll», sagt Martin Vock. «Zudem kocht Christoph gerne und kann da Rosmarin sicher auch brauchen.»

Selbstständig und engagiert im Vereinsleben

Christoph Rutschmann lebt seit 2003 in Weinfelden. Der ETH Forstingenieur hat sich hier als Energieberater selbstständig gemacht. Auch im Vereinsleben hat er sich eingebracht, ist seit diesem Mai Präsident des Musikvereins Weinfelden. «Ich bin sehr interessiert an Menschen, gesellschaftlichen Fragen und Entwicklungen. Deshalb bin ich auch im Musikverein, Vereine sind ein Spiegel der Gesellschaft», sagt Rutschmann.

Zum neuen Amt als Stiftungsratspräsident der Stiftung Vivala kam Rutschmann durch seinen Kontakt mit Martin Vock im Jahr 2020. «Ich wusste damals genau, dass es das Vivala gibt. Viel mehr nicht. Ich habe mich dann aber intensiv damit beschäftigt und bin in dieses Universum hier auf dem grossen, bedeutenden Campus eingetaucht.» Je mehr er erfahren habe, desto spannender und beeindruckender habe er die Stiftung gefunden und deshalb auch als neuer Präsident kandidiert.

«Alles, was ich im vergangenen Jahr erfahren habe, hat mich in diesem Entschluss bestärkt.»

Er könne von Martin Vock eine sehr gut geführte Institution übernehmen. Da ihn auch das Bauthema sehr interessiere sei es auch ein toller Moment, da das «Vivala» in den kommenden Jahren praktisch alle Gebäude erneuern will. «Es freut mich, mitgestalten zu können, wie sich dieses Gelände die künftigen 50 Jahre präsentieren wird und ein gutes Umfeld zu schaffen für alle die vielen Menschen hier, die Bewohner, Klienten und über 200 Mitarbeitenden.» Auch Rutschmann peilt zwei Amtsdauern von jeweils vier Jahren an. «Ich bin weder ein Kolibri, der von Blüte zu Blüte fliegt, noch ein Sesselkleber.»