Weinfelden
Kinderwünsche geben dem neuem Spielplatz seine Form

Die Stadt Weinfelden hat auf dem Schwärze-Gelände einen neuen Spielplatz eingeweiht. Kinder konnten ihre Ideen für die Spielgeräte einbringen und diese wurden weitgehend auch aufgenommen.

Mario Testa
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Yasira und Yasmin zeigen ihr Modell für den Spielplatz Schwärze.

Yasira und Yasmin zeigen ihr Modell für den Spielplatz Schwärze.

Bild: Mario Testa

«Der Spielturm ist toll, den haben wir auch auf unserem Modell, sowie den Sandkasten», sagt Yasira. «Ein Teich wäre auch toll gewesen, aber den hat's nun nicht gegeben», ergänzt ihre Kollegin Yasmin. Die Ideen der beiden Mädchen und weiteren Kindern sind in die Gestaltung des neuen städtischen Spielplatzes auf dem Schwärze-Areal eingeflossen.

Am Mittwoch hat Stadträtin Ursi Senn-Bieri die Kinder, ihre Eltern und alle am Projekt Beteiligten eingeladen, um den Abschluss des Baus des Spielplatzes zu feiern. «Nach dem Auszug der Schule aus der alten Schwärze hat die Stadt den Spielplatz übernommen», sagt die Vorsteherin des Ressorts Gesellschaft und Gesundheit.

Ursi Senn-Bieri, Stadträtin Weinfelden.

Ursi Senn-Bieri, Stadträtin Weinfelden.

Bild: Mario Testa
«Aus Gesellschaftlicher Sicht war es mir sehr wichtig, diesen öffentlichen Begegnungsraum für das Quartier zu erhalten.»

Eine Neugestaltung des Spielplatzes sei aber angezeigt und nötig gewesen. «Und dazu wollten wir die Kinder einbeziehen», sagt Ursi Senn-Bieri.

Jugendarbeiter sammelte die Wünsche ein

Jugendarbeiter Diego Alessi und Spielpädagogin Edith Schallenberg wurde mit der Aufgabe betreut, die Kinderwünsche abzuholen. «Wir sind dann zuerst einmal hier auf den Spielplatz gekommen und haben mit den Kindern gesprochen. Sie durften Pläne zeichnen und Ideen einbringen – sollten dafür auch bei ihren Schulkollegen werben», sagt Alessi. Die wichtigste Frage sei gewesen: «Was wollt ihr erleben?» Pläne und Wünsche seien dann viele eingegangen und mit knapp einem Dutzend Kinder machte der Jugendarbeiter auch einen Workshop.

Diego Alessi, Mitarbeiter offene Jugendarbeit Weinfelden.

Diego Alessi, Mitarbeiter offene Jugendarbeit Weinfelden.

Bild: Mario Testa
«Wir sind zuerst nochmals miteinander auf den Spielplatz, danach durften sie mit Naturmaterialien und Knet ihren Wunsch-Spielplatz als Modell bauen.»

Mit den Modellen und den gezeichneten Plänen hat sich Diego Alessi an Thomas Gimmi vom Bauamt Weinfelden gewendet, der dann zusammen mit dem Gartenbauer den Spielplatz geplant hat. «Ich hatte selten so klare Vorgaben. Dank der Modelle und Pläne war für uns klar, was es braucht: etwas Hohes, Wasser, Abenteuer, Natur, Verstecke und Klettern», sagt Gimmi. Die grösste Herausforderung sei es gewesen, aus der flachen Ebene, eine hügelige Landschaft zu schaffen.

Der Kletter- und Schaukelbereich auf dem Spielplatz. Des Weiteren gibt es noch einen Sandkasten mit einem Wasserspiel.

Der Kletter- und Schaukelbereich auf dem Spielplatz. Des Weiteren gibt es noch einen Sandkasten mit einem Wasserspiel.

Bild: Mario Testa

Seit diesem Sommer ist der Spielplatz nun fertig. Und das Resultat gefällt den Kindern – und Erwachsenen, denn auch die Eltern konnten gewisse Wünsche wie zum Beispiel eine Generationenschaukel und Sitzbänke einfliessen lassen. Der Spielplatz hat die Stadt Weinfelden rund 75'000 Franken gekostet und ganz fertig ist er noch nicht. «Wir haben noch ein Kompotoi ins Budget aufgenommen. Im Parlament wurde der Wunsch nach einer Toilette hier beim Spielplatz geäussert und diesen setzen wir noch um», sagt Stadträtin Ursi Senn-Bieri. Sie lobt das Projekt als gutes Zusammenspiel ihres Ressorts mit dem Ressort Hochbau.

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