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Ihr Kinderlein kommet: Sekundarschule hat bald Platzprobleme wegen hoher Schülerzahlen

Am Mittwochabend haben die beiden Versammlungen der Primar- und Sekundarschule Weinfelden stattgefunden. Die Rechnung wurde zwei Mal gut geheissen.

Monika Wick
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Unter den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern herrscht Einigkeit. Sie genehmigen die Rechnung.

Unter den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern herrscht Einigkeit. Sie genehmigen die Rechnung.

Bild: Monika Wick

«Es gibt Dinge, die bereiten mir ab und zu eine schlaflose Nacht. Das sind aber nicht die Finanzen, die sind im Lot», sagt Thomas Wieland, Präsident der Sekundarschule Weinfelden. Tatsächlich schloss die Rechnung 2020, über die die 45 Stimmberechtigten am Mittwochabend im Rathaus zu befinden hatten, bei einem Ertrag von rund 14,5 Millionen Franken und einem Aufwand von rund 14 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund einer halben Millionen Franken.

Budgetiert war ein Verlust von rund 660'000 Franken, womit das Ergebnis trotz eines unveränderten Steuerfusses rund 1,2 Millionen Franken besser ausfiel, als erwartet. «Hauptgrund für die Besserstellung sind höhere Steuereinnahmen», erklärt Schulsekretär René Diethelm, der die Rechnung 2020 präsentiert. Die Stimmberechtigten heissen die Rechnung diskussionslos und einstimmig gut sowie die Zuführung des Gewinns zum Eigenkapital, das sich nun auf rund 6,2 Millionen Franken beläuft.

Der Schulraum könnte ein Problem werden

Der Grund für Thomas Wielands nächtliches Grübeln liegt also andernorts. «Ich mache mir stetig Gedanken, wie der Schulraum noch erweitert werden könnte», erklärt er. Aktuell werden in Weinfelden 367 neue Wohnungen bezogen, sind im Bau oder projektiert. «Es findet eine Verdichtung nach Innen statt», beobachtet der Schulpräsident. Analysen zeigen, dass die Platzverhältnisse am Schulstandort Märstetten vorläufig ausreichen, während beim Sekundarschulzentrum Thomas Bornhauser (TBS) und beim Pestalozzi Schulhaus (POZ) mittelfristig eine Erweiterung notwendig wird.

Schulpräsident Thomas Wieland und Schulsekretär René Diethelm.

Schulpräsident Thomas Wieland und Schulsekretär René Diethelm.

Bild: Monika Wick

Derzeit prüft die Behörde die Varianten einer Aufstockung der Turnhalle beim TBS sowie einen Erweiterungsbau auf dem Areal des POZ. «Wenn wir die Weichen jetzt nicht stellen, wird der Platz bald knapp. Unterstützen Sie uns bitte, wenn es so weit ist», sagt Thomas Wieland.

Michael Bürgi wird verabschiedet

Zum Schluss der Versammlung verabschiedet Thomas Wieland Marlise Bornhauser und Michel Carrillo, die je acht Jahre in der Schulbehörde amteten. Michel Carrillo bleibt der Sekundarschule aber erhalten, er tritt in die Fusstapfen von Michael Bürgi, dem scheidenden Schulleiter des POZ.

Michael Bürgi, scheidender Schulleiter des Pestalozzi-Schulhauses.

Michael Bürgi, scheidender Schulleiter des Pestalozzi-Schulhauses.

Bild: Monika Wick

«Du und das Schulhaus Pestalozzi bilden eine Symbiose. Du kennst es länger als deine Frau», sagt Thomas Wieland in seinen Abschiedsworten zu Michael Bürgi. Dieser arbeitete, bevor er 2004 das Amt des Schulleiters übernahm, bereits als Klassen- und Musiklehrer an der Schule. Abschliessend bezeichnet Thomas Wieland Michael Bürgi als Mann, der die Freude am Lehrberuf nie verloren und stets das Gute im Menschen gesucht und auch gefunden hat.

Primarschule Weinfelden mit Defizit

Rechnung besser als budgetiert

Direkt im Anschluss an die Versammlung der Sekundarschule Weinfelden fand die Versammlung der Primarschule Weinfelden statt. Im Mittelpunkt der Versammlung steht die Verabschiedung der Rechnung 2020, die bei einem Ertrag von 15,4 Millionen Franken und einem Aufwand von 15,8 Millionen Franken mit einem Verlust von rund 400'000 Franken schloss. Über das Ergebnis zeigt sich Schulsekretär René Diethelm, der die Rechnung präsentiert, erfreut. «Budgetiert war ein Verlust von knapp zwei Millionen Franken», erklärt er. Die 37 Stimmberechtigten genehmigen die Rechnung diskussionslos und einstimmig. Ebenso stimmen sie zu, den Verlust mit dem Eigenkapital zu verrechnen, dass sich damit auf rund 10,8 Millionen Franken beläuft. Abschliessend verabschiedet Schulpräsident Thomas Wieland Behördenmitglied Paul Vogt, der nach achtjähriger Tätigkeit sein Amt niederlegt, und stellt seine Nachfolgerin Barbara Dudli vor. Im Weiteren informiert er, dass das Primarschulzentrum Martin Haffter, mit Einbezug der Schüler, am 26. und 27. August bezogen werden kann. «Die Einweihungsfeier findet am 20. und 21. Mai 2022 statt», erklärt Thomas Wieland. (mwg)