Weinfelden
«Ich bin überzeugt, dass wir uns mittelfristig an der nationalen Spitze etablieren können»

Marco Bötschi legte an der diesjährigen Generalversammlung sein Amt als Präsident von Floorball Thurgau nieder. Aufgrund der aussergewöhnlichen Lage im letzten Jahr beschloss er, ein weiteres Amtsjahr anzuhängen.

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Der abgetretene Präsident Marco Bötschi während eines Heimspiels.

Der abgetretene Präsident Marco Bötschi während eines Heimspiels.

Bild: PD

Vor vier Jahren haben Sie das Amt übernommen. Welche Ihrer Ziele konnte Ihre Führungscrew in den vergangenen Jahren erreichen?

Wir konnten viele Baustellen beheben, neu organisieren und ein stabiles Fundament aufbauen. Ich bin überzeugt, dass wir uns mittelfristig an der nationalen Spitze etablieren können.

Was überzeugt Sie und veranlasst Sie zu dieser erfreulichen Prognose?

Die sehr gut ausgebildeten jungen Spieler aus der Sportschule können sich bereits in der U18 und U21 mit der nationalen Spitze messen. Unser Fokus auf die Weiterentwicklung des einzelnen Spielers und der Teams im Juniorenalter trägt Früchte. Das gewonnene Selbstvertrauen, viel harte Arbeit im Training, der Wille, sich stetig zu verbessern, sowie die Leidenschaft für den Sport und unseren Verein treiben die einzelnen Spieler und den ganzen Verein an.

Welche Ereignisse aus dieser Zeit bleiben Ihnen in besonderer Erinnerung?

Erstens: Der Doppelaufstieg der U21B- und U18B-Mannschaft in der Saison 2017/2018. Das zweite Highlight war das letzte und entscheidende Auf-/Abstiegsspiel der U21A-Jungs gegen Fribourg in der Saison 2018/2019. Und natürlich das Comeback unserer Mannschaft im letzten Drittel gegen den NLA-Vertreter UHC Uster während der Cupspiele in der Saison 2019/2020.

Die Floorball Herren 1 bei einem NLB Meisterschaftsspiel.

Die Floorball Herren 1 bei einem NLB Meisterschaftsspiel.

Bild: PD/Sandro Schmuki

Und neben dem Spielfeld?

Da bleiben mir die Modernisierung unseres Logos, die vielen tollen Begegnungen und Gespräche mit unihockeybegeisterten Menschen sowie die Freundschaften in bester Erinnerung. Leider hat der Unihockeysport im Thurgau noch nicht den Stellenwert, den er verdient hätte. Dies könnte sich allerdings dank der vermehrten TV-Präsenz und der Anstrengungen, den Kindern den Sport näherzubringen, bald ändern. In der FBTG-Zukunft erhoffe ich mir auch eine eigene Eventhalle für den Thurgauer Unihockeysport mit einer Tribüne für 1000 bis 3000 Zuschauer.

Wo haben Sie bei Ihrer Vereinsarbeit Schwerpunkte gesetzt?

Die Kostenkontrolle sowie die Stabilisierung unserer Finanzen waren zentrale Aspekte für mich. Wir konnten die Kosten reduzieren und zudem die Einnahmen leicht optimieren. Diese Anstrengungen haben uns im letzten Jahr mit Corona sehr geholfen und den Verein finanziell sicher durch dieses turbulente Jahr geführt.

Wie intensiv war dieses letzte Jahr für Sie?

Extrem intensiv – aber auch lehrreich! Die finanzielle Lage und wie wir die Teams zusammenhalten können, waren Herausforderungen, die so niemand geplant hat. (red)

Generalversammlung 2021

Weg in die Semiprofessionalität

Am 8. Juli fand die Generalversammlung des Floorball Thurgau statt. Thema waren neben einer veränderten Organisationsstruktur, Statutenrevision und neuen Mitgliederbeiträgen, welche den Weg in die Semiprofessionalität ermöglichen sollen, die Wechsel im Vorstand. Die Nachfolge von Marco Bötschi als Präsident des Vereins tritt Benjamin Kuhn an.

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